Beton-Unfall: Mann (51) nimmt Schuld auf sich

Ein Angeklagter, der zuerst auf nicht schuldig plädiert hatte, änderte seine Meinung und akzeptierte schließlich eine Diversion mit einer Geldbuße in Höhe von 1.000 Euro.

Erstellt am 06. Januar 2022 | 03:25
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Gericht Symbolbild
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Foto: Von Zolnierek, Shutterstock.com

Im Bezirksgericht Horn sollte eigentlich noch ein Gutachten abgewartet werden, um endgültig klären zu können, ob der Arbeitsunfall in Geras im April 2019 von einem Mann aus dem Bezirk Hollabrunn fahrlässig verursacht worden war (die NÖN berichtete). Doch das Blatt wendete sich. Der 51-jährige Betonmischwagen-Fahrer nahm bei einer weiteren Verhandlung nun doch die Schuld auf sich.

Was war passiert? Ein 45-jähriger Arbeiter hatte jenen Schlauch, der den Beton vom Fahrzeug direkt zur Baustelle transportiert, festgehalten. Dieser dürfte verstopft gewesen sein, das Material war explosionsartig herausgeschossen und der Schlauch hatte ihn vom Gerüst zu Boden geschleudert. Der Arbeiter wurde dabei verletzt.

Um das Sicherheitsrisiko zu minimieren, ist ein „Anpumpen“ vor dem eigentlichen Betonieren ratsam: So soll ein möglicher Rückstoß verhindert werden. Der 51-jährige Beschuldigte sagte in der Hauptverhandlung aus, dass er das getan habe. Drei Zeugen gaben jedoch an, dass dies nicht geschehen sei.

Der Angeklagte war aber in der letzten Verhandlung in der Vorwoche schließlich bereit, Verantwortung zu übernehmen. Richter Thomas Zach bot daraufhin eine Diversion mit einer Geldbuße in Höhe von 1.000 Euro an: Der 51-Jährige akzeptierte das und kam somit ohne Verurteilung davon.