Waidhofnerin ergaunerte Sozialbezüge. Um an die Mindestsicherung zu kommen, ließ Antragstellerin bei der Behörde in Waidhofen Entscheidendes unter den Tisch fallen.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 22. August 2019 (06:35)
APA (Symbolbild)
Symbolbild

Dass sie mit dem geschiedenen Ehemann in einem gemeinsamen Haushalt wohnt, verschwieg eine 34-Jährige wohlweislich, als sie den Antrag auf Bezug der Mindestsicherung bei der Bezirkshauptmannschaft in Waidhofen gestellt hat. So gab es für die Behörde keinen rechtlichen Grund, der 34-Jährigen die Mindestsicherung abzulehnen. In der Folge bezog die Waldviertlerin von 23. Oktober 2017 bis zum 30. September vergangenen Jahres zu Unrecht insgesamt 6.345 Euro. Letztlich flog die Waldviertlerin aber auf und landete wegen Sozialbetruges auf der Anklagebank.

Mit der Beteuerung beim Prozess: „Ich habe das nicht gewusst“, biss die 34-Jährige auf Granit: „Die Vorgaben, um an die Bezüge zu kommen, stehen auf jedem Formular. Sie hätten es melden müssen, dass Sie im gemeinsamen Haushalt mit dem Ex-Mann wohnen“, kommentierte die Richterin harsch.

„Ich habe jetzt wieder einen Job und zahle 150 Euro im Monat zurück“, zeigte die Beschuldigte letztlich Schuldeinsicht. Sie kam mit sieben Wochen auf Bewährung wegen Betruges noch einmal glimpflich davon.