Neues Dorf mit Glamour für Geras

Jörg E. Schmid und Stadtgemeinde wollen mit „Glamping Resort Geras“ Campingplatz zu Top-Destination machen.

Erstellt am 08. September 2021 | 04:05
Glamping Geras
Betreiber Jörg E. Schmid und Bürgermeister Johann Glück bei der Klärung letzter Details für das „Glamping Resort Geras“. 
Foto: Thomas Weikertschläger

Campen direkt am idyllischen See und dabei jeden nur erdenklichen Komfort genießen – was für viele wie ein Traum klingt, das wird in Geras schon bald Realität. Der aus Sigmundsherberg stammende Jörg E. Schmid setzt auf dem Campingplatz Geras gemeinsam mit der Stadtgemeinde das ambitionierte Projekt „Glamping Resort Geras“ (GRG) um und will hier gleich ein ganzes neues Dorf in die schöne Landschaft zaubern. Insgesamt 35 Mobilheime mit Luxus-Ausstattung sollen zum „GRG-Village“ werden.

„Glamping“ – Campen mit Glamour

Damit setzt Schmidt auf den neuen Campingtrend „Glamping“ (Glamourous Camping), bei dem die Urlauber nicht auf Luxus verzichten wollen. Die Mobilheime im „Natural Design“ sind schlüsselfertig zu beziehen. Sie verfügen über Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Dusche und WC. Es werden drei Größen mit 30, 39 oder 52 m 2 angeboten. Moderne und entspannende Farben, neue Stoffe und moderne Möbel sollen für einen entspannten Aufenthalt sorgen, sagt Schmidt. Damit will er neue Gäste nach Geras locken – und so die gesamte Wirtschaft der Region ankurbeln. Er wolle daher auch die Zusammenarbeit mit anderen Geraser Institutionen – allen voran dem benachbarten Waldbad, aber auch dem Naturpark, dem Stift oder dem Schüttkasten – suchen.

Interesse groß. Erste Mobilheime schon verkauft

Zwei der Mobilheime hat Schmidt übrigens schon verkauft. Einige weitere Interessenten werden sich demnächst den Geraser Campingplatz ansehen. Die Mobilheime sollen ab 2022 ganzjährig bewohnbar sein. „Die Besitzer können ihren Lebensmittelpunkt also nach Geras verlegen“, freut sich Schmidt. Die zwischen 100 und 250 m 2 großen Parzellen im Village mit Dorfcharakter verfügen über Strom- und Gasanschluss, Wasser und Kanal. Für die Parzellen ist eine Jahrespacht zu entrichten. Wer sich keines der Mobilheime selbst kaufen will – zwischen 66.000 und 99.000 Euro ist man je nach Größe dabei – , kann auch eines mieten. Neben dem neuen Village soll am Geraser Campingplatz – das Areal hat eine Gesamtfläche von mehr als 20.000 m 2 , der Teich ist neun Hektar groß – aber auch genügend Platz für „normales“ Campen bleiben. Sowohl Tagescamper mit Zelten, aber auch andere Dauercamper mit Campingbussen sind nach wie vor willkommen, sagt Betreiber Schmidt.

Projekt rasch ins Laufen gebracht

Warum er das Projekt in Geras umsetzt? Er habe sich rasch in das Gelände verliebt, erzählt Schmidt. Er sei vor wenigen Wochen eigentlich auf der Suche nach einem Platz für einen Tiny-Hub gewesen und habe sich dafür unter anderen den Geraser Campingplatz angeschaut. „Ich bin in das Areal reingegangen und habe gemerkt: Da geht mehr“, sagt Schmidt. Dann habe er das Gespräch mit Stadtrat Alfred Reinagl gesucht und die Idee geboren, das Gelände in ein „Village“ zu verwandeln. Auch mit Bürgermeister Johann Glück und Stadtamtsdirektorin Ingrid Schuecker habe es sofort eine gute Gesprächsbasis gegeben. Das Projekt sei daher rasch aus der Planungs- in die Umsetzungsphase gelangt.

Bürgermeister Glück: „Ist Aufwertung für ganze Gemeinde.“

Glück selbst sei von der Idee rasch begeistert gewesen und spricht gegenüber der NÖN von einer Win-win-Situation für alle Beteiligten. Das Projekt sei eine Aufwertung für die gesamte Gemeinde. Und die habe sich schon länger Gedanken gemacht, wie man eine positive Zukunftslösung für den Campingplatz finden könne. Die Zahlen bei den Tagescampern haben sich in den vergangenen Jahren – zuletzt auch wegen Corona – stetig positiv entwickelt, der normale Betrieb sei immer gut gelaufen. Gefehlt habe aber eine Lösung für Dauercamper.

Die Eckpfeiler für das neue Projekt seien dann rasch abgestimmt gewesen. Schon direkt nach dem Saisonschluss Ende Oktober sollen die Arbeiten für die Kanalanschlüsse der Mobilheime starten. „Und wenn das Projekt so läuft, wie wir uns das vorstellen, dann bringt das Vorteile für alle Seiten“, ist Glück überzeugt. Denn: „Der Bedarf nach Glamping ist da. Die Leute wollen die Freiheit und Schönheit der Natur genießen und trotzdem in ihrem eigenen Heim leben“, meint Schmidt. Die Devise „klein, fein, mein“ spreche immer mehr Menschen an.

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