Maschinenring Hollabrunn-Horn: Rekordumsatz macht stolz. Nach einem Jahr im Amt kann Obmann Efferl seinen Mitgliedern eine Erfolgsbilanz präsentieren: Erstmals wurde beim Umsatz die 10-Millionen-Marke geknackt.

Von Sandra Frank. Erstellt am 30. Mai 2018 (05:51)
Sandra Frank
Der Maschinenring Hollabrunn-Horn präsentierte seinen Mitgliedern im Glaubendorfer Gasthaus Theurer die Bilanz von 2017 (v.l.): Geschäftsführer Markus Mihle, Bundes- und Landesobmann Johann Bösendorfer, Landeskammerrätin Liane Bauer, Obmann Johann Efferl, Österreich Landwirtschaftskammer-Präsident Hermann Schultes, Präsident „Die Rübenbauern“ Ernst Karpfinger und Obmann-Stellvertreter Franz Wilfinger.

Es war die erste Vollversammlung des Maschinenrings (MR) Hollabrunn-Horn, die Johann Efferl als Obmann leitete.

Diese erste Bilanz, die der Fronsburger in Glaubendorf vorstellte, konnte sich sehen lassen: „Da haben wir ein bissl die Schallmauer durchbrochen“, sagte er mit Blick auf den Umsatz von 2017. Erstmals wurde die 10 Millionen Euro Grenze geknackt, der MR Hollabrunn-Horn erwirtschaftete 10,4 Millionen Euro.

„Der Bereich Personalleasing ist explodiert, da haben wir ein unglaubliches Plus von 60,1 Prozent!“, zeigte sich der 33-Jährige überwältigt. Wie diese enorme Steigerung zusammenkam, erklärte er seinen Mitgliedern so: „Wir sind vor Ort, das zeichnet uns aus. Dadurch sind wir viel flexibler, das wissen die Leute zu schätzen.“

Schock: Strafandrohung gleich im ersten Jahr

Worin das erste Jahr als MR-Obmann hauptsächlich bestand? „Einschulung, Einschulung und Einschulung“, schmunzelt Efferl. Aber gleich in seinem ersten Jahr bescherte ihm ein RSa-Brief vom Finanzamt einen gehörigen Schock. Denn der Brief beinhaltete eine Strafandrohung gegen den Obmann, weil nicht monatlich abgerechnet wurde.

„Wir haben jede Umsatzsteuer abgeführt – nur manchmal zwei oder drei Monate zu spät“, sagte MR-Geschäftsführer Markus Mihle in diesem Zusammenhang. „Man muss professionell damit umgehen“, sagte Steuerberater Roland Weber, der die Sache für den Maschinenring klärte. „Ich hab‘ sicher keine Angst vor der Finanz“, lachte er, ehe er den Bilanzbericht präsentierte.

Dass Geschäftsführer Mihle stolz auf die Zahlen und auf sein Team ist, war deutlich herauszuhören. Dass der MR Hollabrunn-Horn im Ring-Ranking österreichweit auf Platz 1 rangierte, weil im Oktober 2017 12.000 Personalleasingstunden verkauft wurden „hat‘s so noch nie gegeben“.

Aufgrund der beachtlichen Steigerung im Personalleasing-Bereich ist der MR Hollabrunn-Horn in den Personalleasing-Beirat Österreich aufgenommen worden. „Das ist eine große Auszeichnung“, erklärte Mihle, dass dort nur die zehn besten Ringe vertreten sind. Um das alles stemmen zu können, braucht der Maschinenring Menschen, auf die er sich verlassen kann. So gab es in den verschiedenen Bereichen einige Neuaufnahmen.

Was wir suchen, sind arbeitswillige Leute“

Mihle stellte den Mitgliedern ihre neuen Ansprechpartner vor. „Was wir suchen, sind arbeitswillige Leute“, sprach er von einem akuten Personalmangel in den verschiedenen Bereichen. Der Maschinenring erhalte mehr Anfragen, als er Leute bereitstellen kann.

„Der Kunde ruft mich am Freitag an und braucht für Montag zwei Leute, der Preis ist egal“, schildert der Geschäftsführer ein Beispiel. Den Schlüssel zum Erfolg sieht Mihle in der Ausbildung des Personals, so werde bessere Leistung erzielt, die Kunden sind zufriedener und bleiben dem Maschinenring treu.

Die Leistungen des MRs erstrecken sich über unterschiedliche Bereiche wie die Vermittlung von agrarischen Dienstleistungen, Maschinengemeinschaften, Winterdienst, Grünraumdienste, Gartengestaltung oder eben Leasing-Personal.

Letzteres feiert heuer übrigens sein 20-jähriges Bestehen. „Und auch nach 20 Jahren ist es in diesem Bereich noch möglich, den Umsatz um 60 Prozent zu steigern“, lobt Johann Bösendorfer, Bundes- und Landesmann des MR, die Truppe aus Hollabrunn und Horn.