Erfolg noch getoppt: Ecker holt fünf Goldene. Nach tollen Ergebnissen im Vorjahr steigerte sich der Grafenberger Winzer Josef Ecker bei größter Weinmesse der Welt.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 01. November 2018 (03:50)
Weikertschläger
Fünf Goldene und zwei Silberne bei der größten Weinmesse, der Austrian Wine Challenge (AWC): Die Freude über diesen Erfolg ist bei Winzer Josef Ecker und seiner Partnerin Margit Stürzer (von rechts) groß.

Im Vorjahr holte der Grafenberger Winzer Josef Ecker bei der Austrian Wine Challenge (AWC), die mit 12.402 Weinen von 1.716 Produzenten aus 39 Ländern als größte Weinmesse der Welt gilt, vier Gold- und drei Silbermedaillen – und bezeichnete das als Erfolg, mit dem er nicht gerechnet hatte. Heuer legte Ecker, der im „Zivilberuf“ Kellermeister in der HTBLA für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg ist, sogar noch eins drauf.

Weine in absolut unbeeinflussbarer Blindverkostung geprüft

Bei der Prämierung am 28. Oktober holte er gleich fünf Goldene und zwei Silberne. Mit seinem Grünen Veltliner Privat Reserve 2011, einer seiner fünf Goldenen, kam Ecker sogar ins Finale der besten drei Weine. Als Finalist hat man auch die Gelegenheit, direkt bei der Gala im Festsaal des Wiener Rathauses auszuschenken. Heuer wurden dort übrigens rund 3.000 Gäste gezählt.

Bei diesem Bewerb wurden in absolut unbeeinflussbarer Blindverkostung von der Jury, die aus 400 geprüften Kostern in Kommissionen bestand, 12.402 Weine von 1.716 Produzenten aus 39 Ländern (vor allem Deutschland war stark vertreten) geprüft. In der zweiten Runde mussten dann die bestbewerteten Weine jeder Kategorie noch einmal in einer anonymen Parallelverkostung gegeneinander antreten, um die Sortensieger zu ermitteln.

Besonders beachtenswert sind die Erfolge Eckers (er gehört seit 2006 zu den regelmäßig „vergoldeten“ Winzern, hat auch zahlreiche andere Auszeichnungen wie Erfolge im Salon), da er sein Weingut nur als Nebenerwerb betreibt. „Natürlich geht ein Großteil der Freizeit dafür drauf. Aber diese Erfolge spornen an, motivieren mich, noch besser zu werden. Es ist jedes Mal eine Freude, wenn man mit seinen Weinen aufzeigen kann und ganz vorne dabei sein kann“, erzählt Ecker.

In der Größenordnung seines Betriebs gehört Ecker zur absoluten Spitze – und das will er weiter bleiben. Insgesamt nur zwei Hektar groß sind seine Anbauflächen, die allesamt in Grafenberg an den Hängen des Manhartsberges liegen.