Anrainer fordern „80er“: Tempobegrenzung an B2?. Groß-Burgstaller klagen über gefährliche Verkehrssituationen im Bereich der AVIA-Tankstelle und Bushaltestelle – und wollen eine Tempo-80-Zone.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 22. Juni 2018 (06:08)
Thomas Weikertschläger
Einige Anrainer in Groß-Burgstall (Am Bild: Maria Frank, Alexandra Stöger, Josef, Florian, Lisa und Gerlinde Frank, von links) wünschen sich für den Kreuzungsbereich der B2 mit der L 8021, in dem die AVIA-Tankstelle (links) und das ehemalige Gasthaus Frank (rechts hinten) liegen, eine Tempo-80-Beschränkung. Foto: Thomas Weikertschläger

In ihrem „jahrelangen Kampf“ für eine Tempo-80-Beschränkung an der B2 im Bereich der AVIA-Tankstelle und der Bushaltestelle unternehmen einige Anrainer aus Groß-Burgstall nun einen weiteren Versuch, ihr Ziel durchzusetzen.

„Ein Wunder, dass es hier nicht öfter kracht“

Immer wieder komme es an dieser Stelle aufgrund des hohen Tempos, mit dem viele Autos auf der B2 unterwegs sind, zu brenzligen Situationen, erzählt Josef Frank. So würden viele Fahrer, die von der Tankstelle in Fahrtrichtung Brunn auf die B2 einfahren, das Tempo der Fahrzeuge, die aus Richtung Horn heranpreschen, unterschätzen.

„Es ist ein Wunder, dass es hier nicht öfter kracht“, meint Frank, der weiter meint: „Muss immer erst etwas passieren, damit etwas passiert?“ und bekräftigt so die Forderung nach einer Temporeduzierung auf diesem Streckenabschnitt.

Ein weiteres Problem in diesem Bereich sei, dass hier auch die Bushaltestelle, die von vielen Schülern frequentiert wird, liegt. Zwar würden einige Schulbusse (etwa am frühen Nachmittag) Halt in der Ortschaft selbst machen. Am späten Nachmittag, gerade wenn der Verkehr hier am intensivsten ist, müssen die Kinder aber direkt an der B2 aussteigen.

Problematisch sei, dass viele Autofahrer die Busbucht bereits für die Einfahrt zur Tankstelle halten und zu früh einfahren, dann wieder auf die B2 ausscheren und wieder in die richtige Einfahrt einbiegen. Mit nachkommenden Fahrzeugen komme es daher auch aus diesem Grund immer wieder zu gefährlichen Szenen.

Verkehrsverhandlung im Sommer geplant

Zumindest einen Teilerfolg in ihrem Kampf können die Anrainer nun vorweisen. Verkehrs-Landesrat Ludwig Schleritzko hat eine entsprechende Anfrage der Anrainer an den als Verkehrsbehörde zuständige Bezirkshauptmannschaft Horn weitergeleitet.

Claudia Steininger-Gurnhofer, für Verkehrsangelegenheiten zuständige Juristin der BH Horn, erklärt gegenüber der NÖN, dass es zur Causa noch im Sommer eine Verkehrsverhandlung geben werde. Dazu wird neben dem Straßenerhalter und den Ortsvertretern auch ein verkehrstechnischer Sachverständiger beigezogen. Dann werde entschieden, ob weitere Messungen oder Überprüfungen notwendig sein werden.

„Das ist nicht die erste Verkehrsverhandlung zu diesem Thema. Vielleicht hat sich ja durch den Ausbau an den Umständen etwas geändert“, sieht Steininger-Gurnhofer zumindest eine Chance für die Anrainer.