Habau investiert in Standort Horn. In Horn werden bis November Hallen mit 2.400 m² für 4 Millionen Euro gebaut. Die Asphaltmischanlage in Limberg kostet 4,5 Millionen Euro.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 09. Januar 2020 (05:48)

Der Habau-Group, bestehend aus den Firmen Habau und Held & Francke, steht 2020 in der Region Horn ein sehr intensives Jahr ins Haus. Große Investitionen sollen den Standort Horn für die bisherigen 250 Mitarbeiter – darunter rund 40 im Büro – weiter absichern, wie Peter Peraus, Standortleiter in Horn gegenüber der NÖN erklärte.

Den ersten Schritt in Richtung Expansion hat die Held & Franke Baugesellschaft mbH schon mit Jahresbeginn mit der Übernahme der Firma Hengl GmbH gemacht. Seither bündeln die Firmen Hengl GmbH und Held und Francke den Asphalt- und Tiefbau unter dem Dach der Firma Held & Francke. Die Firma Held & Francke führt seit 1. Jänner mit dem vertrauten Personal der beiden Gesellschaften alle Bauvorhaben und Projekte sowie die Asphaltproduktion weiter. Dadurch kommen weitere rund 30 Mitarbeiter in den Habau-Konzern am Standort Horn dazu. Außerdem werden derzeit 17 Lehrlinge – allesamt aus der Region – ausgebildet.

Auch Außenbereich der Halle wird neu gestaltet

Kernstück der Investitionen ist aber der Bau zweier neuer Hallen am Standort Horn in der Riedenburgstraße. Hier wird eine knapp 2.000 m² große Halle errichtet. In diesem zweistöckigen, knapp zehn Meter hohen Gebäude wird es in der Mitte einen Verwaltungstrakt geben. Zudem wird die Halle in einen Werkstättenbereich (etwa für Schlosser und Elektriker) sowie einen Bauhof- und Lagerbereich geteilt sein.

Außerdem soll eine weitere kleine Halle mit rund 400 m² entstehen, die für Lagerzwecke genutzt werden wird, wie Peraus erklärte. Aber auch der Außenbereich der neuen Anlage wird neu gestaltet. Neben neuen Parkplätzen für die Mitarbeiter wird auch die Tankstelle erneuert, es werden Container – ebenfalls für Lagerzwecke – aufgestellt und Sickerteiche angelegt werden.

Der komplette Neubau der Hallen soll laut Peraus bis in den November abgeschlossen sein, damit im kommenden Winter bereits darin gearbeitet werden kann.

Insgesamt investiert der Habau-Konzern 4 Millionen Euro in dieses Projekt. „Das ist ein klares Bekenntnis zu unserem Standort“, freute sich Peraus, der im Bau ein klares Zeichen dafür sieht, „dass der Konzern voll hinter uns steht“.

Aber auch im Bürobereich wird es demnächst mehr Platz geben: Schon in der kommenden Woche startet die Übersiedlung eines Teils des Büros in das bis vor Kurzem an die Firma Swietelsky vermietete Bürogebäude. Insgesamt wird die Bürofläche dann mehr als 1.000 m² umfassen.

Asphaltmischanlage soll im März durchstarten

Darüber hinaus investiert Held & Francke 4,5 Mio. Euro in den Neubau einer Asphalt-Mischanlage im Steinbruch der Firma Hengl in Limberg. Die 42 Meter hohe Anlage soll noch im März in Betrieb gehen. Pro Stunde können mit dieser Anlage 240 Tonnen Asphalt-Mischgut hergestellt werden. Laut Peraus hat diese Anlage zwei große Vorteile: Einerseits könne hier Recyclingmaterial für die Wiederverwendung herangezogen werden, zum anderen könne man hier 400 Tonnen Material warm in Silos „vorlagern“, um sie rasch zur Verfügung zu haben. Von Limberg aus wird das Asphalt-Mischgut dann in einem Umkreis von 80 Kilometern ausgeliefert.