Horn

Erstellt am 09. September 2018, 07:12

von Rupert Kornell

„Geldregen“ für Horner Orgel. Jeweils 1.500 Euro gaben Raiffeisenbank, Sparkasse und Volksbank für die Sanierung der von Schimmel befallenen Orgelpfeifen.

Zur großen Freude von Stadtpfarrer Pater Albert Groiß kamen die Bankdirektoren Helmut Scheidl, Werner Scheidl und Walter M. Pannagl (von links) mit einem Scheck über je 1.500 Euro für die Orgelsanierung. Foto: Rupert Kornell  |  Rupert Kornell

Gerade recht kommen Horns Stadtpfarrer die Spenden von drei Horner Banken, um das Konto für die Sanierung der Orgel aufzustocken. Die Direktoren der Raiffeisenbank, der Sparkasse und der Volksbank, Werner Scheidl, Helmut Scheidl und Walter M. Pannagl, überreichten vor wenigen Tagen Pater Albert Groiß jeweils einen Scheck über 1.500 Euro.

Grundreinigung im Sommer nicht nachhaltig genug

NÖN-Leser erinnern sich: Schon im Vorjahr hatte Organist Leopold Raab bemerkt, dass einige Holzpfeifen der 2003 (um)gebauten Orgel in der Stadtpfarrkirche vom Schimmel befallen wurden. Eine kurzfristige Reinigung zeitigte nicht den gewünschten Erfolg, der Pilzbefall hielt weiter an, eine gründliche Reinigung steht an. Und die schlägt sich mit rund 50.000 Euro zu Buche. Aber damit wird man nicht das Auslangen finden. Man muss weiterreichende Maßnahmen ins Auge fassen.

Zumindest in einem Punkt kann Pater Albert aufatmen: „Ein wissenschaftliches Gutachten hat ergeben, dass der Pilz für den Menschen nicht gefährlich ist, das beruhigt mich einigermaßen.“ Eine Grundreinigung wurde im Sommer von Raab mit Hilfe einiger Studenten ebenfalls durchgeführt, aber das ist nicht nachhaltig genug, denn der Luftfeuchtigkeit als „Nährboden“ für den Schimmel muss man gezielt zu Leibe rücken. „Es muss einen gezielten Luftaustausch nach einem ,Ampelsystem‘ geben“, weiß Pater Albert. „Sensoren an den Fenstern innen und außen messen die Luftfeuchtigkeit, ,Grün‘ heißt dann eben öffnen, ,Rot‘ geschlossen halten.“

Das kann entweder händisch oder elektrisch passieren. Im zweiteren Fall müssen zusätzlich zum Computer, der den Bedarf berechnet, auch noch Stromleitungen verlegt werden. „Das verteuert die Sache, ist aber notwendig.“ Der Einbau der Belüftung sollte heuer noch passieren, die Großreinigung dann im nächsten Jahr. Für welches System man sich nach eingehender Prüfung auch entscheidet, ist eines klar: Die Kosten werden steigen.

Wer für die Orgel in der Stephanskirche spenden will, kann dies auf das Konto bei der Waldviertler Volksbank, IBAN AT83 4360 0003 0257 0307, tun.