Tagesbetreuung für die Kleinsten ist gesichert. Einstimmig votierte der Gemeinderat für den Bau einer 1.250.000 Euro Betreuungsstätte für Kinder bis 2,5 Jahre.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 04. Juli 2018 (04:42)
Rupert Kornell
Am Ende der Josef-Strommer-Straße in unmittelbarer Nähe zum Kindergarten Scholzstraße (im Hintergrund) wird auf einem der Gemeinde gehörenden Grundstück eine Tagesbetreuungsstätte errichtet. Bürgermeister Jürgen Maier und die resortzuständige Stadträtin Maria van Dyck machten sich ein Bild davon. 

„Der Bedarf ist gegeben, und was Fördermittel betrifft, stellt sich die Situation gut dar“, begründete ÖVP-Stadträtin Maria van Dyck bei der Gemeinderatssitzung am vergangenen Montag, warum sie als Resortzuständige einen Antrag auf Errichtung einer Tagesbetreuungsstätte für Kleinstkinder stellt. „Es ist aber nur ein Grundsatzbeschluss.“ Und den fassten die Mandatare einstimmig.

„Früher“, so van Dyck, „wurde die Betreuung durch die Kindergruppe ,Regenbogen‘ abgedeckt. Aber die gibt es nicht mehr, weshalb wir eine solche Einrichtung benötigen.“ 130 Jung-Eltern sind befragt worden, 30 haben Bedarf angemeldet und sind laut der Stadträtin auch bereit, dafür zu bezahlen. Damit ist auch gesichert, dass es zwei Gruppen geben wird.

Die voraussichtlichen Baukosten beziffert sie mit 1,250 Millionen Euro, rund 100.000 Euro kommen für die Einrichtung dazu. „Nach Abzug der absehbaren Förderungen bleiben an Kosten für die Stadt etwa 350.000 bis 400.000 Euro“, relativiert Bürgermeister Jürgen Maier. „Das ,Loch‘, das in der Betreuung der Kleinsten, seit der ,Regenbogen‘ zugesperrt und die letzte Horner Tagesmutter aufgehört hat, müssen wir schließen.“

Kindergarten liegt in unmittelbarer Nähe

Ein Platz für das Bauwerk ist auch schon fixiert, nämlich auf einem der Gemeinde gehörenden Grundstück am Ende der Josef-Strommer-Straße hinter dem Kindergarten in der Professor-Karl-Scholz-Straße. „Das ergibt eine ideale Ergänzung mit dem Kindergarten, denn wir brauchen dann weder einen Bewegungsraum noch einen Kinderspielplatz. Das ist ja alles schon vorhanden“, zählt Maier Synergien auf.

Noch gibt es keinen Zeitplan, weil, so van Dyck, jetzt erst die Phase der Einreichung beginnt. „Aber 2019 möchte ich schon etwas sehen“, gibt sie sich optimistisch. Vergeben wurden allerdings schon die Aufträge für Planung (inklusive Ausschreibung, Statik und Haustechnik) mit insgesamt 98.000 Euro und die Bauaufsicht mit 38.000 Euro (jeweils netto) an das Architekturbüro Friedreich in Karlstein.