Günstiges „neues“ Licht. Gemeinde Röhrenbach ist bei Umstellung der öffentlichen Beleuchtung auf LED-Technologie Vorreiter. Kosten von 68.000 Euro sind in sechs Jahren eingespielt.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 25. Februar 2014 (23:59)
NOEN, Martin Kalchhauser
Bürgermeister Gernot Hainzl, Elektroinstallateur Walter Ziegelwanger, Gemeindearbeiter Karl Gamerith, Ziegelwanger-Mitarbeiter David Engel und Gemeinderat Gerhard Jamy (von links). Foto: Martin Kalchhauser
Von Martin Kalchhauser

Ausgerechnet Röhrenbach, die kleinste Gemeinde des Bezirks Horn, tut sich bei einem wesentlichen Schritt in die Zukunft, bei der Umstellung der öffentlichen Beleuchtung, als Pionier hervor. Als erste Kommune hat man hier in sämtlichen acht Katastralgemeinden 210 Lichtpunkte auf die neueste, exakt der Ö-Norm  entsprechende LED-Technologie umgestellt.

Den Schritt ins „LED-Zeitalter“ hat zwar auch die Gemeinde Meiseldorf gesetzt, allerdings wurden dort nur die Lichtquellen (Retrofit-Lampen), nicht aber die gesamte Technik (Fassung, Vorschaltgeräte, …) ausgewechselt. Röhrenbach ist daher mit seiner 68.000-Euro-Investition auf diesem Gebiet Vorreiter.

„Wir haben lange nachgedacht und uns einiges angeschaut“

„Die alten Quecksilber-Dampflampen haben schnell an Intensität verloren und dürfen nur mehr bis 2015 verwendet werden“, begründet der Energiebeauftragte, geschäftsführender Gemeinderat Franz Genner, die Dringlichkeit der Umstellung, die in nur drei Wochen Arbeitszeit rasch durchgezogen werden konnte.

„Wir haben lange nachgedacht und uns einiges angeschaut“, berichtet Bürgermeister Gernot Hainzl, dass die Umstellung wohlüberlegt war. „Wegen der niedrigen Energiekosten und des geringeren Wartungsbedarfs amortisiert sich die Investition in nur fünfeinhalb Jahren!“ Gemeindemandatar Gerhard Jamy hatte sogar eine Teststrecke aufgebaut, damit die Verantwortlichen die Situation real ansehen konnten.

Fünf Jahre gibt es Garantie auf die Lampen

Schließlich fiel die Wahl auf ein Anbot des Horner Elektroinstallationsunternehmens Ziegelwanger und ein (österreichisches) Produkt der Firma AE Schréder. Unternehmer Walter Ziegelwanger, der sein erstes derartiges Projekt umsetzen konnte und bereits Interesse aus der Nachbargemeinde Pölla vermelden kann: „Diese Lichttechnik leuchtet jetzt die Straßen normgerecht aus.“

Fünf Jahre gibt es Garantie auf die Lampen, die 50.000 Stunden (4.000 entsprechen einem Jahr – also über zwölf Jahre) brennen sollen. 30 Jahre läuft die Ersatzteilgarantie für die pro Stück rund 280 Euro teuren Lampen. Angenehmer Nebeneffekt: Wegen der fehlenden UV-Strahlung ziehen die neuen Lichtpunkte keine Insekten an, was die Verschmutzung drastisch reduziert.