Bürgermusikkapelle spielte für Garser und Gäste auf. Es ist schon zu lieben Tradition geworden, dass die Garser Bürgermusikkapelle eine „Tournee“ durch sämtliche Katastralgemeinden unternimmt. Insgesamt gibt es 14, von denen eine – Burgholz – allerdings unbewohnt ist. Also eine gewaltige Aufgabe. Zwei Tage waren die Musiker unterwegs, um die Bevölkerung und die Gars-Gäste mit Märschen, Polkas und modernen Rhythmen zu erfreuen und ihnen ein Schnapserl anzubieten. Spenden für die Vereinskassa wurden dankend angenommen, damit wieder Instrumente, Noten und Uniformen angeschafft werden können.

Von Rupert Kornell. Update am 20. September 2020 (18:00)

Und die Zuhörer griffen gern ins Portmonnaie, um die Musiker, die sie in der Corona-Zeit schon sehr vermisst hatten, zu unterstützen. Der Auftakt erfolgte am Samstagvormittag im Gasthaus Höchtl, danach folgten die Kurkonditorei Ehrenberger und schließlich der Marsch zum Viktualienmarkt, wo natürlich die größte Fangemeinde begrüßt wurde. „Endlich wieder ein Konzert am Hauptplatz“, freuten sich Garser und Gäste, „das haben wir in den vergangenen Monaten schon sehr vermisst.“ Aber auch an den anderen Plätzen – Musiker sind ja bekanntlich kaum in Gasthäusern anzutreffen – wurden sie am Samstag wie am Sonntag freudig willkommen geheißen. 

Über diese Freundschaftsbezeugung freuten sich natürlich auch Obfrau-Stellvertreterin Angelika Rieder, die Bettina Fragner – erwartet demnächst ihr erstes Kind – vertrat, Stabführer Matthias Zeug, Kapellmeisterin Florentina Tscheppen und ihre Stellvertreterin Astrid Geisler, diesmal (mit Mario Hackl) in der ungewohnten Rolle einer Marketenderin.

Freude bei Musikern und Zuhörern

Beim sogenannten „Häuserblasen“ kurz mit dabei war auch die 15 Monate alte Theresa, deren Mutter Barbara Bauer, ehemals Obfrau und Stabführerin, gekonnt ins Tenorhorn bläst, etwas länger ebenso wie die anderen Musiker Bürgermeister Martin Falk auf der Trompete.

Angelika Rieders durchwegs positive Bilanz: „Es war schön, dass wir wieder gemeinsam öffentlich spielen konnten, wir Musiker haben uns ebenso gefreut wie die überaus zahlreichen Zuhörer.“ Und worüber sich noch alle Musiker gefreut haben: Über die Getränke, Brötchen und Kuchen, mit denen man sie „verpflegte“.