Gars am Kamp

Erstellt am 02. November 2018, 04:39

von Rupert Kornell

„Neue“ Firma: Nur Name ändert sich. Mit 2. November wird der Leiterplattenhersteller Häusermann GmbH in Zitternberg in KSG Austria GmbH umfirmiert.

Firmenchefin Margret Gleininger von der KSG Leiterplatten Gornsdorf mit Rudolf Janesch (links) und Christoph Jaresch, die als Geschäftsführer von KSG Austria (früher Häusermann) fungieren.  |  Rupert Kornell

„Eins und eins ist bei uns mehr als zwei“, lächelt Rudolf Janesch, gemeinsam mit Christoph Jarisch Geschäftsführer des Leiterplattenherstellers Häusermann, der ab dem 2. November KSG Austria GmbH heißen wird. „Gemeinsam sind wir eben stärker.“

Gemeinsame Wege geht man in Zitternberg seit dem Vorjahr, als die KSG Leiterplatten (KSG stand ursprünglich für Kontaktbauelemente und Sondermaschinen Gornsdorf, bei der Produktionsumstellung auf Leiterplatten wurde der bestens eingeführte Name beibehalten) die Firma Häusermann von Vorbesitzer GMF (German Mittelstands Fonds) erworben hat.

„Für Sentimentalitäten ist in unserer Branche nicht wirklich Platz“

Ist es nicht seltsam, dass der mit Gars seit über hundert Jahren verbundene Name Häusermann, früher Metallätzerei und Nadelfabrik, ab 1966 Leiterplattenhersteller, nun verschwindet? „Offen gesagt, für Sentimentalitäten ist in unserer Branche nicht wirklich Platz. Zwar geht auf menschlicher Ebene nach wie vor sehr viel, aber es zählen halt nur Daten und Fakten.“ Dem Kunden sei es nicht wichtig, wie der Partner heißt, sondern was und wie und in welcher Qualität er liefert.

„Die deutsche KSG und KSG Austria sind zwei außergewöhnlich erfolgreiche Unternehmen in einer Branche, die auf zuverlässige Partner baut“, so Janesch weiter und betont ausdrücklich, dass der Standort Gars bzw. Zitternberg bleibt. Seit dem Kauf durch die KSG hat sich die nun ehemalige Firma Häusermann prächtig entwickelt, der Umsatz 2017 wurde von 27,5 (2016) auf 32,5 Millionen gesteigert, die Zahl der Mitarbeiter um 15 % auf derzeit 230 aufgestockt.

„Wir haben seit dem Vorjahr zehn Millionen Euro in den Ausbau investiert, bis 2020 werden noch weitere mindestens fünf Millionen folgen“, legt Janesch die Pläne für die Zukunft offen. „Natürlich abhängig von der Marktlage.“ Auch einen Zubau schließt er nicht aus.

Die Devise ist in Deutschland wie in Österreich die gleiche: Gemeinsame Synergien nutzen, das Beste aus zwei Welten zusammenführen und eine kapazitätsmäßige Steigerung zu erreichen. Janesch: „Gemeinsam sind wir eben stärker und für Gars gibt es keine Standortsicherung, sondern einen Ausbau!“