Weltmeisterschaft 2021: Out in der Vorrunde. Österreich kassierte in Ägypten drei Vorrunden-Niederlagen. Der 20-jährige Eggenburger Lukas Hutecek war einer der wenigen Lichtblicke.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 19. Januar 2021 (14:46)
Lukas Hutecek (Mitte) war bei der WM in Ägypten einer der besten Österreicher. Der Sprung in die Hauptrunde gelang aber nicht.
Anne-Christine Poujoulat

Bis zur Halbzeit sah‘s Montagabend noch ganz passabel aus für Österreichs Nationalteam. Gegen den regierenden Vizeweltmeister Norwegen hielt die ÖHB-Auswahl gut mit, lag mit 17:20 durchaus in Schlagdistanz. Zu Beginn des zweiten Abschnitts ließ Österreich aber einige Top-Chancen und zwei Siebenmeter ungenützt, während die Norweger ihre Klasse ausspielten und davon zogen. Endstand: 38:29. Damit war für den Eggenburger Lukas Hutecek und seine Teamkollegen der Traum von der Hauptrunde ausgeträumt.

Dämpfer vor Turnier-Start. Turbulent ging‘s bereits vor dem WM-Anpfiff zu. Österreichs Auftaktgegner USA sagte seine Teilnahme aufgrund von zahlreichen Covid-Fällen innerhalb des Teams kurzfristig ab, mit der Schweiz wurde ein europäisches Team nachnominiert, sodass Österreich die schwerste Vorrunden-Gruppe erwischte. Zwar reisten die Eidgenossen erst am Spieltag nach Ägypten an, Österreich stand nach starkem Beginn dennoch mit 25:28 auf verlorenem Posten. Auch gegen den mehrfachen Welt- und Europameister Frankreich verlor Österreich mit 28:35.

Österreichs Lichtblick. Bei beiden Niederlagen war Lukas Hutecek einer der auffälligsten Spieler. In Abwesenheit des verletzten Superstars Nikola Bilyk zog der 20-Jährige im österreichischen Aufbau die Fäden, zeigte mit sehenswerten Treffern und Zuspielen auf.

Wie geht‘s weiter? Trotz dieser drei Niederlagen ist die WM für Hutecek & Co. noch lange nicht vorbei. Beim „President‘s Cup“ werden noch die Plätze 25 bis 32 ausgespielt. Dazu trifft Österreich in einer Vierergruppe auf Marokko (Mittwoch), Chile (Freitag) und Südkorea (Sonntag). Danach gibt‘s noch ein Platzierungsspiel gegen den auf demselben Platz liegenden Kontrahenten aus der zweiten Vierergruppe. Erst danach ist das Abenteuer Ägypten für Österreich erledigt.