Im Streit Freunde verletzt?. In zwei hitzige Situationen geriet ein 18- Jähriger. Er wird von den Vorwürfen freigesprochen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 19. Februar 2020 (04:35)
Bezirksgericht Horn
Rupert Kornell

Einem 18-Jährigen wird am Bezirksgericht Horn vorgeworfen, im Juni seine Verlobte und im Oktober einen Bekannten fahrlässig verletzt zu haben. Er bestreitet.

Wahr sei, dass er in einer angespannten Atmosphäre seiner gleichaltrigen Freundin einen Rempler gegeben habe. Sie sei nicht verletzt gewesen. Ihr Rücken habe geschmerzt, schildert die 18-Jährige. Das sei aber nach wenigen Stunden vorbei gewesen. Sie wäre nicht ins Krankenhaus gegangen, aber das Mutter-Kind-Heim in Hollabrunn habe sie dazu gebeten.

Der zweite Vorfall trug sich in Harmannsdorf zu: Zu viert war man unterwegs, beim Aussteigen aus dem Auto entbrannte ein Streit, als eine 15-Jährige einen 18-jähriger Mitfahrer zur Rede stellte, weil er sie betrogen habe. Der 18-jährige Beschuldigte aus dem Bezirk Hollabrunn schritt ein: Er habe seinen Freund beruhigen wollen, dieser sei dann auf ihn losgegangen, woraufhin er ihm die Füße weggezogen, ihn aber stützend mit den Armen sanft zu Boden geführt habe. Das bestätigt weitgehend sein Gegenpart und verneint, dass er gewürgt worden sei. Das hat er zuerst der Polizei erzählt.

Bezirksrichter Thomas Brandstetter spricht den 18-Jährigen in beiden Anklagepunkten frei: „Sie haben auf mich sehr glaubwürdig gewirkt“, sagt er. Äußerliche Anzeichen einer Verletzung habe es bei der 18-Jährigen zudem nicht gegeben, deswegen sieht den Tatbestand als nicht gegeben an.