Fische mitgenommen: Anglerlatein zog vor Gericht nicht. Ungar wurde wegen versuchten Diebstahls von sechs Fischen in Hessendorf (Gemeinde Langau, Bezirk Horn) zu Bewährungsstrafe verurteilt.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 12. September 2020 (04:24)
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NOEN, Symbolbild

Mit der Entrichtung einer Gebühr für eine Angelerlaubnis an einem Fischteich in Hessendorf glaubte ein Ungar (56), damit auch die später geangelten Fische – sechs Karpfen und ein Stör – bezahlt zu haben.

So sei er an der Station mit der Waage, die noch lebenden Fische in einem Plastiksackerl im Rucksack verwahrt, vorbeimarschiert und sei dann sehr überrascht gewesen, als er von Männern angehalten wurde, schilderte er.

„Ich habe nicht gewusst, dass ich die geangelten Fische wiegen und bezahlen muss“, beteuerte der 56-Jährige vor Gericht, wo er sich wegen versuchten Diebstahls und Tierquälerei verantworten musste.

Bei ihm zuhause sei es üblich, geangelte Fische noch lebend zu transportieren, zeigte er wenig Schuldeinsicht zum Vorwurf der Tierquälerei. In Österreich sei es nicht üblich, noch lebende Fische der Qual auszusetzen, in einer Plastiktüte zu ersticken, entgegnete der Anklagevertreter.

Die Flucht ins Anglerlatein mit beharrlichen Unschuldsbeteuerungen halfen dem Beschuldigten nicht: Er wurde für schuldig befunden und zu einer fünfmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Nicht rechtskräftig.