Historische Landarbeit beim "Dreschafest". In Feinfeld ging schon zum dritten Mal das „Dreschafest“ über die Bühne. Historische Landarbeit stand dabei im Mittelpunkt.

Von Eduard Reininger. Erstellt am 09. September 2019 (10:11)

Organisiert wurde das Fest von Herbert Nagl, seiner Partnerin Silvia Schleritzko, Gertrude und Rudolf Kühhas, Franz Dolezal vom ÖKB Fuglau/ Umgebung, Johann Hofbauer vom Seniorenbund und vielen ehrenamtlichen Helfern. Beatrix und Arnold Hengstberger kutschierte die Horner Radhaubengruppe stielvoll mit Pferd und Kutsche zum Fest. „Ein Ausgezeichneter Ruf eilt Nagl voraus“, stellte Heide Manoutschehri, Gründerin der Radhaubengruppe, fest. Sie kam gemeinsam mit Andrea Straßberger, Annemarie Schlögl, Heidi Schauer, Lucia Perlinger, Parvis Manoutschehri und Gertraud Straßberger in ihren historischen Gewändern und Radhauben und waren so die Hingucker der Veranstaltung.

"Arbeiten mussten weitgehend mit der Hand erledigt werden"

Anschließend demonstrierte Nagl mit seinem Team eindrucksvoll mit seinem geschichtsträchtigen „Maschinenpark“ die Arbeit in der Landwirtschaft, als es noch wenige Maschinen gab und die Arbeit weitgehend mit der Hand erledigt werden musste. „Das waren für die Arbeiter, Erntehelfer und Taglöhner in den bäuerlichen Betrieben harte sowie entbehrungsreiche Zeiten“, erzählte Nagl.

Darüber Aufschluss gaben die Vorführungen inzwischen nostalgisch anmutender Maschinen sowie Gerätschaften, die man in die jetzige Zeit herübergerettet hat. „Darunter ist auch viel altes Bauerngerät, das jüngere Generationen wohl gar nicht mehr kennen“, meinte Nagl. Roggen, Weizen und Hafer, sorgsam zu Garben gebunden, warteten darauf, dass die Dreschmaschinen angeworfen wurden. Nach den Fachkundigen und interessanten Vorführungen der historischen Gerätschaft gehörte nach getaner Arbeit, eine kräftige Drescherjause nach alter Tradition mit Most, dazu.

Die Arbeit des Teams rund um Nagl zahlte sich aus, der Andrang an Publikum war groß. Neben den zahlreichen Besucher verkosteten auch Vizebürgermeister Manfred Kopper, Günther Kröpfl, Bürgermeister von Pölla, Anton Mück und Amand Körner vom Museum Horn Sturm und Prügelkrapfen. Der Reinerlös der Veranstaltung kommt dem sozialen Engagement des ÖKB Fuglau/Umgebung zu Gute.