Gratis-Essen für die Kids. Die Horner Gastronomin Michi Zehndorfer übernahm für eine Woche die Versorgung der Kinder im Hörnchen-Nest – und verlangte keinen einzigen Cent dafür.

Von Eduard Reininger. Erstellt am 09. Februar 2021 (08:55)
Selbstlos und selbstverständlich kochte Michi Zehndorfer (l.) vom Café Mocca für die Kinder des Hörnchen-Nests – und das gratis. Franz Zehndorfer (l.) unterstützte spontan die Aktion.
Eduard Reininger

Michi Zehndorfer vom Café Mocca lässt niemanden im Stich. Da aufgrund der Semesterferien das Bundesschülerheim geschlossen war, sprang die Gastronomin kurzerhand ein und kochte in der Vorwoche täglich Menüs für die Kinder und die Betreuerinnen des Hörnchen-Nests – und das auch noch gratis.

Neben dem Handel und zahlreichen Dienstleistern leidet vor allem die Gastronomie unter den aktuellen Corona-Maßnahmen. Ähnlich geht es auch Zehndorfer mit ihrem Lokal. Doch mit ihrer guten Küche sorgt die Gastronomin auch in der Pandemie für regen Gäste-Zuspruch. Neben den Mitarbeitern der Stadtgemeinde kommen viele Stammkunden und holen sich täglich ihr warmes Menü ab. Als ich den Betrieb übernahm, dachte ich nicht im Entferntesten an derartige Probleme, die auf mich zukommen würden“ gibt Zehndorfer doch ein wenig besorgt zu verstehen.

Lob aus Politik und Verwaltung

Doch dank der Unterstützungen durch das Finanzamt, der Vermieterin Regine Willenig und den Stammgästen kommt Michi Zehndorfer über die Runden. Warum sie dennoch gratis für die Kinder kocht? „Zusammenhalten müssen wir in dieser, für alle sehr schwierigen Zeit“, bemerkt sie lapidar, bevor ein Mitarbeiter des Bauhofes die Töpfe in den Pkw lädt und sich auf den Weg in Richtung Hörnchen-Nest macht.

Ein besonderes Lob für die Aktion kommt von Familien-Stadträtin Maria van Dyck. „Es ist in der jetzigen Situation absolut nicht selbstverständlich, eine solche Aktion zu starten. Dafür verdient sie unseren großen Dank.“ Auch Stadtamtsdirektor-Stellvertreterin Petra Zach zeigte sich erfreut: „Dass sie da eingesprungen ist, ist sehr nett. Schön, dass es Leute gibt, die nicht den einfach Weg gehen.“