Bezirk Horn: „Messen wichtig für geistige Gesundheit“. Pfarren wissen nicht, wie es nach 6. Dezember weitergeht. Dechant weist auf Bedeutung von Weihnachten hin.

Von Sebastian Dangl. Erstellt am 02. Dezember 2020 (04:45)
Andreas Brandtner hofft, dass bald wieder Messen mit Abstand und Masken möglich sind.
Rupert Kornell

Nach dem 6. Dezember soll wieder geöffnet werden, doch einen genauen Fahrplan gibt es noch nicht. Was darf man und was nicht? Diese Frage stellen sich auch die Pfarren.

Feste würden helfen und aufmuntern

Gottesdienste waren während des Lockdowns zumindest nicht ganz verboten. Mit einer kleinen Schar von maximal zehn Personen durfte die Messe trotzdem gefeiert werden. Wie die Situation dann nächste Woche aussehen wird, fragt sich auch der Geraser Dechant, Andreas Brandtner.

„Ich weiß es momentan einfach noch nicht“, sagt er. Die Vorgaben würden erst kurzfristig kommen. Er hofft trotzdem, dass wieder ein Ansatz von Normalität einkehren kann. „Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Messen wieder genauso wie vor dem Lockdown ablaufen“, erklärt Brandtner.

Das würde zwei Meter Abstand und Maskenpflicht bedeuten. Auch auf das Singen müsste verzichtet werden. „Unter diesen Voraussetzungen glaube ich, dass es gefahrlos möglich ist“, schildert der Dechant.

„Es muss aber eine Lösung gefunden werden, denn das Virus wird uns noch lange beschäftigen.“ Schließlich könne man nicht auf Dauer alles stehen und liegen lassen. Auch im Hinblick auf die geistige Gesundheit.

Gerade solche Feste wie Weihnachten würden da helfen und aufmuntern. „Die Einstellung hat auch eine große Auswirkung auf die Gesundheit. Durch die Pandemie entstehen erwiesenermaßen Depressionen in der Bevölkerung“, sagt Brandtner.