1,9 Mio. für Stadtsee genehmigt

Das große Vorhaben der Stadt nimmt nun nach der einstimmigen Genehmigung durch den Gemeinderat so richtig Fahrt auf.

Rupert Kornell
Rupert Kornell Erstellt am 16. September 2021 | 05:04
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So soll nach den vorliegenden Plänen das öffentliche Restaurant im stets frei zugänglichen Areal des künftigen „Stadtsees“ aussehen.
Foto: Stadtgemeinde Horn

„In zwei Wochen werden schon die Bagger auffahren“, beschloss Bürgermeister Jürgen Maier die außerplanmäßige Gemeinderatssitzung am vergangenen Mittwoch, die nach langer Zeit wieder im Sitzungssaal des Rathauses abgehalten wurde. Ausschließlich Auftragsvergaben für das Millionen-Projekt „Stadtsee“ standen dabei auf dem Programm.

Eingeleitet wurde die Sitzung jedoch mit einer Gedenkminute für den kürzlich verstorbenen Adolf Pucher, der, wie Maier erinnerte, 33 Jahre als Gemeinde- bzw. Stadtrat die Politik in Horn wesentlich mitgestaltete. Es gab für den Bürgermeister allerdings auch eine erfreuliche Aufgabe, nämlich Stadträtin Maria van Dyck zu ihrer standesamtlichen und Marina Amon-Hartl zur kirchlichen Trauung zu gratulieren.

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Ausschreibungen

ÖVP-Stadtrat Reinhard Litschauer, im Brotberuf Architekt, erläuterte dann, in Absprache mit dem für das Bad zuständigen Vizebürgermeister Gerhard Lentschig, die Vorstufen („Erst kommen die Pläne, dann die Leistungsverzeichnisse, schließlich das Vergabeverfahren.“) und die Anträge zu den einzelnen Ausschreibungen, die drei Gewerke betrafen.

In einem offenen Verfahren, an dem jeder teilnehmen kann, wurden die Baumeisterverfahren ausgeschrieben, wobei allerdings nur zwei Firmen ein Angebot legten, nämlich die in Horn ansässigen Held & Francke und Leyrer & Graf. Letztere war der Billigstbieter und erhielt den Zuschlag über eine Summe von 1.137.106,86 Euro netto.

Mit einer Zwischenfrage schaltete sich SPÖ-Fraktionsführer Stadtrat Marco Stepan ein: „Könnte man nicht nachträglich einen Wasserspielplatz für Babys und Kleinkinder schaffen und damit einem Elternwunsch entsprechen?“ „Das geplante Kinderbecken ist darauf ausgerichtet, aber wir müssten es finanziell unterbringen“, replizierte Maier. „Und das finanzielle Korsett ist sehr eng. Wir werden es im Baubeirat erörtern.“

Jeweils nur ein Angebot

Einen geschlossenen Bieterkreis gab es bei den Stahl- und Holzbauarbeiten. Sechs Firmen wurden angeschrieben, nur eine legte ein Angebot, nämlich die Graf Holztechnik über netto 500.141 Euro. Ebenfalls nur ein Angebot gab es bei den Gärtnerarbeiten (Litschauer: „Zu Land und zu Wasser.“). Von sieben kontaktierten Firmen antwortete nur die ortsansässige Firma Band Garten und erhielt somit den Zuschlag über eine Auftragssumme von 242.991,55 Euro netto. „Der Bauwirtschaft dürfte es nicht schlecht gehen“, meinte Maier angesichts der geringen Zahl der Angebote. Alle drei Vergaben wurden einstimmig genehmigt.

Start für Abbauarbeiten

Weitere notwendige Beschlüsse etwa über Spielgeräte oder Wasseraufbereitung seien dann bei der Oktobersitzung zu fassen skizzierte Maier die nächste Stufe. „Und mit den Abbauarbeiten etwa des Buffets wird in den nächsten Tagen begonnen.“ Bezüglich der Pächter, dem Ehepaar Vig, habe sich auch eine überraschende Lösung ergeben: Sie können beide schon ihre Pension antreten. Das betrifft dann auch das Bistro in der Sporthalle, wo man, so Maier, in „guten Gesprächen“ bezüglich eines Nachfolgers sei.