Anna Nendwich-Eisner: Unvergessen dank Buches. Anna Nendwich-Eisner hat detailliert Weltereignisse und persönliche Entwicklungen festgehalten. Ihr Neffe veröffentlicht dies mit zwei Partnern in einem Band.

Von Eduard Reininger. Erstellt am 17. September 2020 (04:03)
„Mein Leben am Bauernhof in Sieghartsreith“ ist die Lebensbiografie von Anna Nendwich-Eisner, herausgebracht von Manfred Leeb, Heinz Eisner und Hans-Peter Trimmel (von rechts).
Eduard Reininger

Viele Menschen hegen den Wunsch, ihre Lebenserinnerungen an die Kindheit und Jugend festzuhalten und weiterzugeben. „Jedes Leben ist einzigartig und soll nicht vergessen werden“, erklärt Heinz Eisner, der die Aufzeichnungen seiner Tante Anna Nendwich-Eisner aus Sieghartsreith mit Manfred Leeb und Hans-Peter Trimmel in Buchform brachte und nun präsentierte.

In berührenden Geschichten beschreibt Nendwich, geborene Eisner, ihre Lebensgeschichte über die heutzutage nicht mehr vorstellbare Vor- und Nachkriegszeit. Die 1927 geborene Frau hat ihr ereignisreiches Leben detailliert dokumentiert, seien es Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg oder das Viertel-Telefon, an private und berufliche Erlebnisse und Erfolge oder einfach „an früher“.

„Mit ihrer Erzählung hat sie einen wertvollen Beitrag zur Zeitgeschichte im Waldviertel der damaligen Zeit geleistet“, erklärt Manfred Leeb. Das Buch ist im Eigenverlag von Heinz Eisner erschienen. Die Idee, Gestaltung und Transkription hat Leeb mit Unterstützung von Hans-Peter Trimmel übernommen.

Eisner abschließend: „Aufzeichnungen von Zeitzeugen sind eine wichtige Quelle für Zeithistoriker. Viele Informationen können nur durch persönliche Erlebnisberichte in Erfahrung gebracht und für zukünftige Generationen festgehalten werden, da sie sonst nirgends dokumentiert sind.“ Geschichte und Erinnerungen sollen nicht einfach weggeräumt werden. Erhältlich ist das Buch im Museum Horn, in der Bücherstube oder bei Heinz Eisner (0680-2199568).