Besuch im Stephansheim trotz Coronafall erlaubt. Horn: Nach Positiv-Test im Stephansheim regiert Sorge um Sicherheit der Besucher im Pflegeheim.

Von Sebastian Dangl. Erstellt am 20. Januar 2021 (04:48)
Symbolbild
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Nach einem Coronafall im Stephansheim wandte sich eine besorgte Leserin an die NÖN. Der Grund: Trotz des positiven Testergebnisses im Pflegeheim werde nicht offen damit umgegangen und vor allem sollen Besuche weiterhin erlaubt sein.

„Ich habe von einer Bekannten gehört, dass diese jemanden im Stephansheim besuchen will. Ich habe ihr gleich gesagt, dass das wahrscheinlich nicht möglich sein wird, wenn es doch zumindest einen positiven Fall gibt. Überraschenderweise musste ich aber feststellen, dass dem nicht so ist und man einfach so, ohne informiert zu werden, reingehen darf. Ich finde das nicht in Ordnung“, erklärt sie.

„Wir testen regelmäßig, alle Mitarbeiter zwei Mal wöchentlich und jeden Heimbewohner, wenn gewünscht“ Marion Wirth

Plfegedienstleiterin des Stephansheims, Marion Wirth.
Kornell

Dass es tatsächlich einen Coronafall im Stephansheim gibt bestätigt Pressesprecherin Christina Pinggera: „Es handelt sich um genau ein positives Testergebnis. Die betroffene Person befindet sich natürlich auf der eigens dafür angedachten Quarantänestation.“ Dass trotzdem weiterhin Besuch im Heim erlaubt sei, würde aufgrund der strengen Besucherauflagen kein Problem darstellen.

Außerdem würde dem Pflegeheim in dieser Situation das System der Hausgemeinschaften zugutekommen. „Wir haben neun Hausgemeinschaften. Wenn es in einer einen positiven Fall gibt, können die anderen trotzdem noch besucht werden“, schildert Pflegedienstleiterin Marion Wirth. Ein Besuchsverbot gibt es also, aber nur für die betroffene Hausgemeinschaft. Mit regelmäßigen Tests konnte eine Weiterverbreitung dem Anschein nach ausgeschlossen werden. „Wir testen regelmäßig, alle Mitarbeiter zwei Mal wöchentlich und jeden Heimbewohner, wenn gewünscht“, sagt Wirth.

„Das macht für mich keinen Sinn“

Für die besorgte Leserin ist die Entscheidung zum Offenbleiben trotzdem nicht ganz nachvollziehbar, auch weil während des ersten Lockdowns noch ein komplettes Besuchsverbot im Stephansheim herrschte. „Gerade jetzt sind die Infektionszahlen viel höher als damals, aber es wird viel lockerer damit umgegangen. Für mich macht das keinen Sinn“, meint sie. Pressesprecherin Pinggera erklärt, dass diese Entscheidung komplett mit den Vorgaben der Regierung einhergeht. „Wir halten uns immer streng an das, was uns vorgeschrieben wird. Ein komplettes Besuchsverbot gibt es aktuell nicht. Die Corona-Maßnahmen werden mittlerweile anders gehandhabt, als vor einem Jahr“, sagt Pinggera.

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