Blackout-Übung: Kein Strom in Kaserne

Welche Folgen hat überregionaler Stromausfall für die Radetzky-Kaserne in Horn? Großangelegte Übung brachte Antwort auf diese Frage.

Erstellt am 18. November 2021 | 05:14
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Oberst Andreas Hausleitner und Markus Schneider von der Gebäudeaufsicht (von links, beim Notaggregat) waren mit dem Ablauf der Blackout-Übung in der Horner Kaserne zufrieden.
Foto: Eduard Reininger

Was passiert, wenn plötzlich alle Lichter ausgehen? Diese Frage stellte sich Kommandant Andreas Hausleitner auch für die Radetzky-Kaserne in Horn. Daher wurde in einer großen Übung die Kaserne komplett von der Stromversorgung genommen und nur über das eigene Stromaggregat weiter versorgt, informierte der Oberst.

In der Übung wurde ein überregionaler Netzausfall simuliert. Die Gefahren eines Blackouts, also eines überregionalen Zusammenbruchs der Stromversorgung, werden sowohl seitens des Heeres als auch von den Stromnetzbetreibern sehr ernst genommen. Ein Blackout sei eine der größten Bedrohungen für moderne Staaten. Daher rüstete auch das Verteidigungsministerium seine Kasernen für den Notfall. Es sei ihm darum gegangen zu erfahren, wie stark seine Kaserne im Fall eines „Blackouts“ sei – und welche Folgen so ein Stromausfall für seine Truppe habe, sagte Hausleitner.

Hausleitner „Sind bestens für Szenario gerüstet“

Um ein klares Lagebild zu bekommen, wurden alle Bereiche wie Küche, Werkstätte, Heizung, Tankstelle, Wasserversorgung sowie die einzelnen Kompanien und Dienststellen im Vollbetrieb getestet. Durch die Unterstützung der Gebäudeaufsicht Horn und des Militärischen Service Zentrums wurden sämtliche Bereiche abgegangen und kontrolliert. „Erfreulicherweise konnte festgestellt werden, dass es keine Komplikationen gab und der tägliche Kasernenbetrieb zur vollsten Zufriedenheit aufrechterhalten werden konnte“, zog Hausleitner zufrieden Bilanz. Damit stehe fest, dass die Radetzky-Kaserne Horn für ein eventuelles Szenario bestens vorbereitet und gerüstet sei.

Laut Hausleitner habe sich Johann Winkelhofer, der lange Jahre Gebäudeaufseher in der Horner Kaserne war, sehr um die Übung verdient gemacht. Er habe sich – obwohl er bereits in den Ruhestand versetzt wurde – bereit erklärt, bei dieser Übung mitzuwirken, um seine langjährige Erfahrung einzubringen.

Angedacht ist eine künftige Blackout-Übung mit den Blaulichtorganisationen, da im Ernstfall die Radetzky-Kaserne die Versorgung von Feuerwehr, Rettung und Polizei mit Treibstoff sichern könnte, sagte Hausleitner.