Fäuste flogen nach Beschimpfungen. Stadtpark-Treffen eskalierte. 18-Jähriger bekennt sich in einem Anklagepunkt schuldig.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 16. April 2021 (04:25)
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Gleich fünf Punkte sind in der Anklageschrift aufgelistet: Ein 18-jähriger, rumänischer Staatsbürger, der ab der siebten Schulstufe die Ausbildung in Österreich abgeschlossen hat, soll der Verursacher von drei Körperverletzungen und zwei versuchten Körperverletzungen sein. Er bekennt sich in einem Anklagepunkt schuldig.

Jugendliche haben sich im Oktober im Horner Stadtpark getroffen, Alkohol war im Spiel. „Ich kann mich nicht mehr genau erinnern“, war der Beschuldigte mittelstark alkoholisiert. Ein 15-Jähriger habe ihn provoziert, er sei etwa mit „Scheiß Ausländer“ beschimpft worden. „Entweder du trinkst etwas mit uns oder du gehst“, habe der 18-Jährige geantwortet.

Kappe weg und Mutter beschimpft

Die Situation habe sich beruhigt, bis er seine Kappe im betrunkenen Zustand nicht gleich gefunden habe. Dann wurde gestritten, geschimpft und ein Schlag mit Faust erfolgte. Der 18-Jährige habe sich entschuldigt, aber der 15-Jährige „hat mich immer weiter provoziert und meine Mutter beschimpft“. Andere seien auf ihn losgegangen, der 18-Jährige sei über einen Randstein gestolpert und auf den Rücken gefallen, woraufhin sich ein ebenfalls 18-Jähriger auf ihn gesetzt und ihm Faustschläge verpasst habe.

Der zweite 18-Jährige, als Zeuge geladen, gibt zu, dass er den Beschuldigten genommen und auf den Boden gedrückt habe. „Ich habe auf ihn eingeschlagen.“ Faust wie flache Hand habe er zehn bis 15 Mal eingesetzt.

„Ich bin weggegangen, weil’s mir zuviel war“

Als sie wieder aufgestanden seien, habe der Angeklagte ihm vier Faustschläge verpasst. Es könne sein, dass die Aussage „Scheiß Rumäne“ gefallen sei. „Ich habe nicht geschimpft eigentlich“, sagt dazu der 15-Jährige. Dem Beschuldigten sei die Kappe runtergefallen, er habe sie dorthin gelegt, wo sie war, dann fiel der Schlag.

„Er wollte wieder auf mich losgehen“, schildert er. „Ich bin dann weggegangen, weil’s mir zu viel geworden ist.“ Die beiden Zeugen geben eine weitere Rangelei des 18-Jährigen mit anderen an, konnten aber keine Details nennen. Schmerzensgeld verlangen sie nicht. Der Bezirksrichter vertagt die Verhandlung, um weitere Zeugen anzuhören.