FPÖ agiert laut SPÖ „dreist“. Aussendung der FPÖ verärgert SPÖ: „Keines der Projekte stammt von FPÖ.“ FP-Kofler kontert.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 22. Januar 2020 (02:24)
FP-Spitzenkandidat Klemens Kofler versteht den Angriff der SPÖ nicht.
Thomas Weikertschläger

Wenige Tage vor der Gemeinderatswahl nimmt der Wahlkampf in Horn noch einmal Fahrt auf: Diesmal sorgt eine Aussendung der FPÖ bei der SPÖ für Unverständnis: „Die FPÖ Horn ist in Sachen Dreistigkeit wohl nicht mehr zu überbieten“, kommentierte SPÖ-Spitzenkandidat Marco Stepan das Wahlkampf-Schreiben der Freiheitlichen.

SP-Gemeinderat Thomas Rochla hält die FP-Aussendung für „dreist“.
MK, TW

„Nicht nur, dass die FPÖ den Hornerinnen und Hornern punkto Hallenbad falsche Tatsachen vorgaukelt – nein jetzt schmückt sich die Kofler/Zöchmeister-Partie auch noch mit fremden Federn“, ärgert sich auch SP-Gemeinderat Thomas Rochla. Keines der Projekte die in ihrer Aussendung als freiheitliche Idee verkauft werde (Freibad, Weihnachtsmarkt, Urnenhain, ...), sei „auch nur ansatzweise von den drei FP-Mandataren gefordert bzw. erarbeitet worden“, sagt er.

Er kenne nicht einmal die Stimmungslage von Zöchmeister, der seit drei Jahren Stadtrat für Verkehrsangelegenheiten ist und davor ebenfalls schon im Gemeinderat vertreten war, zu diesen Themen. „Und jetzt eine Woche vor der Wahl wollen sie die Horner Bürgerinnen und Bürger für blöd verkaufen. Fakt ist, keiner der erwähnten Punkte wurde von der blauen Partei gefordert, thematisiert oder miterarbeitet. Wenn sie schon ihre Leistungen aufzeigen wollen, dann sollen sie bitte bei der Wahrheit bleiben“, ärgert sich Rochla, der weiter meint: „Nach dem Motto ,Wos woar mei Leistung?‘ fünf Jahre Horner Steuergeld kassiert zu haben! Mehr war da nicht.“

Kofler: „Schon jahrelang Teil des FP-Programms“

Klemens Kofler, Spitzenkandidat der FPÖ in Horn, reagiert verwundert über den Angriff der SPÖ. Die Themen Urnenhain, Freibad und Weihnachtsmarkt seien schon seit Zeiten von Stadtrat Johann Riegler Teil des FPÖ-Programms und auch im Gemeinderat und den diversen Ausschüssen immer wieder debattiert worden. „Die FPÖ verfolgt diese Themen in Horn schon jahrelang“, sagte Kofler.

Besonders irritiert sei er aber über den „Meinungsschwenk“ der SPÖ beim Thema Hallenbad. „Die waren ja auch immer für eines“, wundert sich Kofler. Generell wolle er andere Parteien nicht anpatzen, aber: „Wenn wir angegriffen werden, dann muss ich schon sagen, dass es mich wundert, dass die anderen Parteien immer nur davon reden, was alles nicht geht und nicht positiv denken und schauen, was möglich ist“, sagte Kofler.

Mit dem Vorschlag eines modularen Hallenbades, das keine Therme sein soll, sondern „nur das hat, was wir wirklich brauchen“, liege ein positiver Vorschlag auf dem Tisch. „Wir zeigen einfach vor, wie es gehen kann“, schloss Kofler.