Gärtner verdient kaum wegen Coronakrise. Ludwig Band versorgt weiterhin Kunden mit Kräuter, Pflanzen oder Saatgut, macht aber nur fünf Prozent des Umsatzes.

Von Martina Hofer. Erstellt am 01. April 2020 (03:17)
Die Gärtnerei Band ist ein Familienunternehmen, das zurzeit schwierige finanzielle Zeiten erlebt. Judith Band kümmert sich aber weiterhin um die Pflanzen.
Niklas Band

Ludwig Band musste wegen der aktuellen Situation angesichts des Coronvirus’ seine Gärtnerei in der Wiesengasse 5 und seine Filiale im Merkur-Markt bis auf Weiteres schließen. Blumenfreunde können dennoch bei ihm einkaufen.

Über den Hintereingang werden jetzt einzelne Kunden bedient. „Man kann bei uns bestellen und wir bieten einen kontaktlosen Lieferservice“, erklärt der Chef. „Wir können weiterhin unser Sortiment bereitstellen und Obst- und Gemüsepflanzen, Kräuter, Beet- und Balkonpflanzen, Saatgut, Zimmerpflanzen, Pflanzenerde, Düngemittel, Gefäße und Werkzeuge anbieten.“ Die Rechnung werde per Mail verschickt oder der Lieferung beigelegt. Obwohl der Betrieb läuft, ist Band nicht sorgenfrei.

„Das was wir jetzt verdienen, ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein“, führt er aus. Die Angestellten seien trotzdem beschäftigt, denn der Betrieb habe viele Jungpflanzen bekommen, die umgetopft werden müssen.

„Das ist lebende Ware, um die sich mein Team kümmern muss.“ Finanziell sei es zurzeit aber schwierig, da das Zusatzgeschäft ausfalle. „Wir machen im Moment nur fünf Prozent vom normalen Umsatz, mehr nicht.“

Die Mitarbeiter in der Floristik hat Band derzeit in Kurzarbeit geschickt. Vier Angestellte halten den Betrieb am Laufen. „Wir werden sehen, wie es weitergeht. Im März, April und Mai machen wir normal ein Drittel vom Jahresumsatz. Wenn wir hier Einbrüche haben, geht das schon auf die Substanz“, hofft er auf baldige Normalität.