Kölbl ist neuer Primar der Augenabteilung . Funder-Nachfolger Andreas Kölbl will guten Ruf der Augenabteilung des Horner Klinikums weiter ausbauen.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 01. Juni 2017 (04:39)
Weikertschläger
Hießen den neuen Primar der Abteilung für Augenheilkunde am Landesklinikum Horn, Andreas Kölbl (Mitte), willkommen: Ärztlicher Direktor Martin Breitenseher, Kaufmännischer Direktor Franz Huber, Pflegedirektorin Elisabeth Klang und Regionalmanager Andreas Reifschneider (von links). Foto: Weikertschläger

Mit dem 55-jährigen Andreas Kölbl hat die Abteilung für Augenheilkunde am Landesklinikum Horn ab dem 1. Juni einen neuen Primar. Schon seit der Pensionierung seines Vorgängers Johannes Funder im Vorjahr war Kölbl interimistischer Leiter der Abteilung.

Glücklich darüber, dass sich ein großteils in Horn ausgebildeter Mediziner im Bewerbungsverfahren gegen die Konkurrenz aus mehreren Bundesländern durchgesetzt hat, zeigten sich Regionalmanager Andreas Reifschneider und Ärztlicher Leiter Martin Breitenseher. Kölbl hat schon unter Funder maßgeblich zur Top-Qualität der Abteilung (in der Leistungserhebung der Augenabteilungen liegt Horn landesweit an erster, bundesweit derzeit an sechster Stelle) beigetragen.

Besonders bei der Behandlung von Netzhauterkrankungen gehöre man zu den Top-Kliniken in ganz Österreich. Mit jährlich 7.000 Behandlungen erfolgen in Horn in diesem Bereich sogar mehr als im Wiener AKH. Auch dank jährlich über 4.000 Cataract-Operationen zählt Horn zu den führenden Augenkliniken des Landes. Kölbls „Weiterentwicklungskonzept“ für die Abteilung habe überzeugt, so Reifschneider.

Kölbl: „Wartezeiten sollen verkürzt werden“

Seine Ausbildung hat der gebürtige Altenburger an der Uni in Wien sowie im Klinikum Horn und bei Sonderausbildungen in Tübingen absolviert. Als ein Ziel nannte Kölbl die Verringerung der Wartezeiten auf Behandlungen, die derzeit teilweise bei einem Jahr liegen. Dabei wird es auch ein neues elektronisches Anmeldesystem geben. Den guten Ruf der Abteilung, deren Patienten nicht nur aus dem Waldviertel, sondern auch aus dem Raum Lilienfeld, Scheibbs, Amstetten und dem Weinviertel kommen, will Kölbl damit aufrecht erhalten.

Auch Innovationen will Kölbl weiter setzen, sei die Augenabteilung doch stets bemüht, sich moderne Behandlungsmethoden anzusehen, zu prüfen und „im Falle des Nutzens für unsere Patienten auch anzubieten. So führen wir seit Februar dieses Jahres eine neue, sehr effiziente und komplikationsarme Operation zur Therapie des Grünen Stars (Glaukom) aus.“ Die Überweisung dazu erfolgt durch die niedergelassenen Augenfachärzte, für den Eingriff sollte man derzeit noch für eine Nacht stationär bleiben. In Zukunft soll es laut Kölbl aber möglich sein, auch diesen Eingriff tagesklinisch durchzuführen.