Mehr private Pools, weniger Badegäste. Knapp 12.600 Besucher wurden bis zum letzten Badetag am Sonntag, 16. September, gezählt, im Vorjahr waren es 14.871.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 21. September 2018 (04:37)
Rupert Kornell
Sport-Stadtrat Gerhard Lentschig (rechts) und Bademeister Manfred Busecker können auf eine durchaus erfolgreiche Sommersaison im Freibad Horn zurückblicken.

„Man braucht sich nur über Google-Maps einen Überblick über Horn verschaffen und kann deutlich sehen, wie viele kleine blaue Flächen rund um das Horner Freibad zu sehen sind, lauter Pools. Kein Wunder, dass die Besucherzahlen rückläufig sind“, versucht Bademeister Manfred Busecker das leichte Minus gegenüber dem Vorjahr zu erklären.

In die gleiche Kerbe schlägt auch der für das Bad verantwortliche Stadtrat Gerhard Lentschig: „Die Zahl der privaten Bäder steigt stetig an, auch die Jugend hat einen anderen Zugang, sie bevorzugt eher Chlorbäder.“ Eine Publikumsschicht bleibt den Hornern auf jeden Fall treu, das ist das „Mittelalter“. Lentschig: „Nicht nur Horner mittleren Alters, sondern auch viele von auswärts wissen das unverfälschte Naturwasser zu schätzen, die fast 8.500 m² große Badefläche und die große, gepflegte Liegewiese.“ Auch zusätzliche Investitionen wie zuletzt in eine Schwimminsel oder in Boote, mit denen man am Klärteich herumfahren kann, haben ihre Anhänger. Knapp 12.600 Badegäste an 102 Betriebstagen wurden bis zum letzten Sperrtag am Sonntag gezählt, 14.871 waren es an 95 Tagen im Vorjahr.

Wasserqualität war bis zum Schluss in Ordnung

Was Lentschig und die Bademeister besonders freut: Es gab nicht die geringste Beanstandung bezüglich der Wasserqualität. „Trotz der großen Hitze und der damit verbundenen Verdunstung hat es keine Probleme gegeben“, so Lentschig. „Wir haben das immer wieder durch einen alten Brunnen in der Nähe, der nicht mehr für die Trinkwasserversorgung Horns herangezogen wird, ausgleichen können.“

Lentschig gibt aber nicht nur ein Bekenntnis zum Natur-Badeteich ab, er steht wie alle Gemeindeverantwortlichen auch hinter dem Abgang, der sich in den letzten Jahren auf 120.000 Euro – einmal mehr, einmal weniger – eingependelt hat, eine Summe, die man sich zum Wohl und zum Vergnügen der Bevölkerung leisten will und sich auch leisten kann.

In den nächsten Wochen wird abwechselnd einer der beiden Teiche abgelassen, auch um den Fischbestand zu kontrollieren, nach dem Abfischen im Spätherbst wird dann im Winter bzw. Frühjahr den Teichen wieder Frischwasser zugeführt.