Platzwunde: Gast verklagt den Wirt. Mann beschuldigt 35-jährigen Wirt, ihn verletzt zu haben. Angeklagter weist das zurück.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 30. Juli 2020 (05:43)
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APA (Symbolbild)

Ein Gastwirt hatte in seinem Horner Lokal im Jänner mit einem Gast zu kämpfen. Dieser sei aufdringlich gewesen, sodass er ihn zur Schank verwies. „Er hat blöd zu reden begonnen“, erzählt er im Bezirksgericht Horn. „Ich habe ihn des Lokals verwiesen.“ Der 35-Jährige sitzt als (vorbestrafter) Angeklagter vor Bezirksrichter Thomas Brandstetter, weil der Gast ihn der Körperverletzung bezichtigt.

Der Wirt weist das zurück, sein Verteidiger fordert den Freispruch. Er habe später vor der Tür Nachschau gehalten, nachdem er ein Geräusch gehört habe, und erst dann die Platzwunde am Kopf des Gastes gesehen. „Er hat schon mit der Rettung telefoniert.“

Ein Freund des 35-Jährigen bestätigt die Schilderungen und ergänzt, dass er einen Fußtritt auf die Tür gehört habe. Er geht davon aus, dass dies der des Lokals verwiesene Gast, der schon vorher „die Gäste ziemlich aufgepöbelt“ habe, war. Beide Befragten sagten aus, dass der Mann betrunken war.

Der Bezirksrichter vertagte die Verhandlung, weil der Gast selbst nicht vor Gericht erschienen ist. Er soll im August befragt werden.