Strom-Ersparnis: Weiterer Schritt bei der LED-Umrüstung

Erstellt am 13. Mai 2022 | 04:27
Lesezeit: 3 Min
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Mit Umwelt-Stadträtin Isabel Mang (Dritte von links) waren auch Vertreter der Stadtgemeinde, der EVN und der bauausführenden Firma Ziegelwanger beim Startschuss für die nächste Etappe der Umrüstung auf LED-Lampen mit dabei: Richard Hauer, Alexander Ziegelwanger, Stefan Judmann, Jan Kreiml, Johannes Strommer, Adam Simayr, Gunther Scheubrein und Manfred Daniel (von links).
Foto: Rupert Kornell
Über tausend Lichtpunkte in Horn werden auf LED umgestellt. Die Stadt investiert in dieses Vorhaben fast eine halbe Million Euro und spart dadurch Geld, Strom und CO 2 .
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„Wir starten jetzt mit der Umrüstung von 1.054 Leuchtkörpern auf LED“, verkündete Horns Umwelt-Stadträtin Isabel Mang. „142 wurden jetzt einmal geliefert, damit fangen wir auf der Wiener Straße an, was bedeutet, dass eine ,Wanderbaustelle‘ eingerichtet wird – und aus diesem Grund wird es auch zu Verkehrsbehinderungen kommen – und vereinzelt dazu, dass während des Tages Lampen brennen.“

Der Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung 2021 Kosten von knapp 480.000 Euro brutto für die Umrüstung von 1.054 Lichtpunkten genehmigt. Bereits in der Sitzung des Stadtrates vom 1. September 2021 wurden die Kosten für das Projektmanagement und das Engineering durch die EVN Lichtservice mit 62.592 Euro brutto beschlossen. „Den künftig entfallenden jährlichen Kosten stehen in den Folgejahren Aufwendungen von 50.000 Euro jährlich für die Tilgung des Darlehens sowie anfänglich 2.500 Euro zur Deckung der Zinsen gegenüber“, weiß der für die Finanzen zuständige Vizebürgermeister Heinrich Nagl.

„Wir freuen uns“, so die Umweltstadträtin, „dass wir das Projekt jetzt starten können und hoffen, dass wir den Großteil des Vorhabens noch in diesem Jahr abschließen. Aber das hängt natürlich von der Verfügbarkeit der Leuchten ab, denn auch hier kommt es zu Lieferschwierigkeiten.“

Umrüstung auf LED-Lampen ist ein „Leuchtturmprojekt“

Für Johannes Strommer, den Energiebeauftragten der Stadtgemeinde Horn, ist die Umrüstung der Lichtpunkte ein „Leuchtturmprojekt“ für Steigerungsmaßnahmen bei der Energieeffizienz: „Vor fünf Jahren haben wir mit dem Lampentausch begonnen. Das ist auch in Zeiten der Energieverteuerung eine wichtige Sache.“

„Nachdem wir fortlaufend daran interessiert sind, einerseits stromsparende Maßnahmen zu treffen und andererseits sauberen Strom etwa durch Photovoltaikanlagen zu erzeugen, ist die Umrüstung der Straßenbeleuchtung ein weiteres Ziel in unserem Maßnahmenprogramm zum Klimaschutz“, erläutert Mang. „Das ist natürlich kostenaufwendig, immerhin investieren wir fast eine halbe Million Euro. Aber wir konnten die im Herbst mit der EVN ausgehandelten Preise halten und können nach derzeitiger Sachlage den Kostenrahmen halten.“

„Für uns spielt Sicherheit die wichtigste Rolle“, ergänzt Verkehrs-Stadtrat Manfred Daniel. „Straßen, Gehwege sowie viele öffentliche Orte müssen gut ausgeleuchtet werden, damit sich Verkehrsteilnehmer und Fußgänger gleichermaßen sicher fühlen.“

Durch höhere Energiepreise schnellere Amortisation

Noch zwei wichtige Punkte bringen Mang und Strommer ins Treffen: Durch die steigenden Energiepreise wird sich eine schnellere Amortisation ergeben, die Betreuung der LED-Lampen ist weit weniger aufwendig und die Lichtverschmutzung wird geringer, weil die neuen Leuchten viel zielgerichteter positioniert werden.

Natürlich wird der Lampentausch auch in den Katastralgemeinden stattfinden bzw. ist in einigen Straßenzügen oder neuen Siedlungen schon vollzogen. Und schließlich werden die bisherigen Lichtpunkte im Wesentlichen beibehalten, ja es wird sogar in einigen „schwarzen Zonen“ zur Aufstellung neuer Lampen kommen.

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