Traktor fürs Museum Horn restauriert. Der Warchalowski stammt aus der Verlassenschaft von Friedrich Ehn. Das Fahrzeug wird auch „arbeiten“ dürfen - und ist originalgetreu restauriert worden.

Von Eduard Reininger. Erstellt am 21. Juni 2021 (14:46)

Im Museum der Stadt Horn entsteht ein Kompetenzzentrum, das eine Reise in die bereits vergangene, dafür vielfältige und faszinierende Landtechnik ermöglicht: Die Ausstellung ist gekoppelt mit einer einzigartigen Sammlung und soll zu einem Hotspot des Wissens in diesem Bereich werden. Anton Mück und Martin Bauer machen mit ihrem Team Landwirtschaftstechnik lebendig.

In der Ausstellung sind viele historische Fahrzeuge zu sehen. Jedes der exklusiv und originalgetreu restaurierten Fahrzeuge sind Einzelstücke – und hierbei ist ein Neuzugang zu verzeichnen. Gilbert Zinsler, Obmann des Museumsvereins, Stadtrat Martin Seidl und Hans Peter Trimmel präsentierten in der Vorwoche den restaurierten Traktor Warchalowski WT25B. „1.000 Stück wurden von der Wiener Firma Warchalowski gebaut“, berichtete Wolfgang Andraschek vom Museum.

Erbstück & ein Traktor, der sogar genutzt wird

Die Verantwortlichen begrüßten das bewährte Mechaniker-Team des Museums, Reinhard Hörmansdorfer und Matthias Hutecek, und Yvonne Lang. Sie ist die Verkäuferin des Traktors aus der Verlassenschaft des Motorradmuseums Sigmundsherberg, das Friedrich Ehn (2020 verstorben) führte. In fast 100 ehrenamtlichen Stunden wurde das Fahrzeug von Erwin Nader wieder zum Laufen gebracht. „Der Traktor ist nicht nur ein Ausstellungsstück, sondern wird auch für die Arbeit am und im Museum herangezogen und soll auch Besucher, wenn erforderlich, kutschieren“, erzählte Kustos Hans Peter Trimmel.

In der Kulturparkhalle referierte beim „Erzählkaffee“ Manfred Leeb interessant über das bäuerliche Leben. „Meine Motivation ist das Vergessen unserer Kultur zu verhindern“, erklärte Leeb. Er möchte sich in Buchform und mit Vorträgen dafür einsetzen, dass „die Kultur der Region in den Köpfen der Menschen verankert ist“.