Verlassener rächte sich mit Verleumdung. Horn: Aus Rache brockte Arbeiter seiner Ex-Partnerin Ermittlungen wegen Mordversuchs an ihm ein: Der perfide Plan ging aber nicht auf.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 19. Januar 2021 (09:19)
shuterstock.com/ Evlakhov Valeriy

Ein Seitensprung brachte einem untreuen Arbeiter (36) aus Horn das Ende seiner langjährigen Beziehung ein. Die Trennung kratzte offensichtlich am Ego des 36-Jährigen, denn er sann auf Rache: Die Ex habe ihn via Facebook-Messenger gefährlich bedroht.

Dann habe sie ihn vor dem Wohnblock in Horn mit einem Wagen vorsätzlich angefahren und verletzt, beschuldigte er die Waldviertlerin bei der Polizei eines versuchten Mordanschlages an ihm. Sein Vorhaben, der Ex unangenehme Stunden zu bereiten, ging zunächst auf. Aber schon bald keimte bei den Ermittlern der Verdacht auf, dass an der Geschichte einiges nicht stimme.

Ein Kfz- Gutachten untermauerte dann die Version der angeschwärzten Waldviertlerin. Die hatte von Anfang an ihre Unschuld beteuert und den geschilderten Mordversuch geleugnet: „Ich bin nicht auf ihn zugefahren. Er ist hinter einem Strauch versteckt plötzlich aufgetaucht und dann auf die Motorhaube gesprungen.“

Der behauptete Mordversuch entpuppte sich als perfide Diffamierung, und der Horner wanderte wegen Verleumdung, falscher Beweisaussage und Sachbeschädigung an dem Fahrzeug auf die Anklagebank.

Der bislang unbescholtene Arbeiter zeigte vor Gericht wenig Einsicht. Nach einem umfangreichen Beweisverfahren wurde er im Sinne der Anklage für schuldig befunden und zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 20 Monaten verurteilt.

Überraschend akzeptierte er das Urteil. Rechtskräftig.