Waldviertler Volksbank: Keine Fusion „durch Hintertür“. Es bleibt bei möglicher Kooperation mit Wiener Volksbank. Diese und ihr blau-gelbes Pendant verschmelzen nicht.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 08. März 2018 (05:43)
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Die Zentrale der Waldviertler Volksbank in Horn: Das Bankinstitut könnte schon Mitte des Jahres 2018 ein Teil der großen Volksbank Wien werden.Foto: Martin Kalchhauser

Die Fusion der Waldviertler Volksbank Horn mit der Volksbank Wien könnte – die NÖN berichtete in der Vorwoche (siehe hier und unten) – nach Fassung des entsprechenden Beschlusses mit Juni über die Bühne gehen.

Der Akt liegt laut einer APA-Aussendung vom 1. März bereits bei den Kartellbehörden.

Angebot für Fusion mit Volksbank NÖ abgelehnt

Beinahe wäre das erfolgreiche eigenständige Horner Bankinstitut jetzt auf Umwegen doch noch auch mit der Volksbank Niederösterreich verschmolzen. Deren Angebot für eine Fusion hatten die Genossenschafter im Vorjahr mit über 90 % abgelehnt.

Zuletzt gab es in den vergangenen Wochen jedoch Verhandlungen über ein Zusammengehen der Volksbanken Wien und Niederösterreich, die mittlerweile bereits wieder ad acta gelegt sind. „Das wird jetzt nicht weiterverfolgt“, hieß es von Seiten der Volksbank Wien.

Die „Zielstruktur“ der in der vergangenen Bankenkrise arg gebeutelten Volksbanken soll damit im Juni erreicht sein. Dann könnte es acht regionale Volksbanken und ein Spezialinstitut (Ärzte-/Apothekerbank) geben. Dazu müsste aber die Verschmelzung der Waldviertler Volksbank Horn (55 Mitarbeiter, 294,5 Mio. Euro Bilanzsumme), dem letzten „aufmüpfigen“ Institut, mit dem großen Wiener Bruder (1.250 Mitarbeiter, 10 Milliarden Bilanzsumme) über die Bühne sein.