Alimente nicht bezahlt: „Baff, dass Summe so hoch ist“. 46-Jähriger zahlt seit 2012 keine Alimente: Das sind 20.710 Euro. Bedingte Haft.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 04. September 2020 (04:28)
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Ein 46-jähriger arbeitsloser Mann aus der Stadtgemeinde hat seit 2012 keine Alimente an seine Tochter ausbezahlt. Er bekennt sich im strafrechtlichen Verfahren für schuldig. „Ich nehme alles auf mich.“ Ihm sei bewusst, dass er Unterhalt bezahlen müsste.

Er hätte doch zumindest einen Teil von seinen 900 Euro, die er zumindest ein Jahr lang verdient hatte, der Tochter zukommen lassen können, konfrontiert ihn Bezirksrichter Thomas Zach. Der Angeklagte räumt ein, dass er zu viele Schulden habe. Er wisse, dass er bisher „eine Lappalie“ bezahlt habe: „Das bereue ich jetzt.“

Eine Vertreterin der Bezirkshauptmannschaft benennt präzise, wie hoch die Alimente-Schulden sind: 20.710 Euro. „Ich bin baff, dass das so hoch ist“, zeigte sich der 46-Jährige erschüttert. „Es tut mir wirklich leid. Wenn ich einen Job hätte, wäre das alles kein Problem.“

Die gröbliche Verletzung seiner Unterhaltspflicht bringt ihm neben dem Ersatz der Gerichtskosten eine sechswöchige, bedingte Strafe. Der Bezirksrichter legt ihm nahe: „Schauen Sie, dass Sie die Zahlungen leisten, sonst kommt der nächste Strafantrag.“ Rechtskräftig.