Welle der Hilfsbereitschaft rollt im Bezirk Horn an. Eine Welle der Hilfsbereitschaft erfasst in der Corona-Krise die Gemeinden im Bezirk Horn. Nicht nur die Gemeinden selbst, die für ihre Bürger Hotlines einrichten und Einkaufservices organisieren, sondern auch Firmen, Vereine und freiwillige Helfer haben sich in den Dienst ihrer Mitmenschen gestellt. Die NÖN hat einen ersten Überblick über die wichtigsten Nummern und Infos aus den Gemeinden im Bezirk zusammen gestellt.

Von Red. Horn. Erstellt am 18. März 2020 (09:26)
Shutterstock/Kira_Yan
  • Altenburg: In der Gemeinde Altenburg sind alle älteren Personen betreut. Die Mitglieder des Gemeinderates und der Landjugend haben sich bereit erklärt, älteren Bürgern bei Einkäufen in Lebensmittelgeschäften und Apotheken behilflich zu sein. In Notfällen können sich Betroffene gerne an die Gemeinde (02982 / 2765) wenden. Außerdem wird über das SMS-Service der Gemeinde laufend über aktuelle Entwicklungen informiert.
  •  

    Brunn: In der Gemeinde Brunn an der Wild ist das Gemeindeamt bei etwaigen Anfragen unter 02989/2220) erreichbar.



  • Burgschleinitz-Kühnring: In der Marktgemeinde Burgschleinitz-Kühnring haben die Ortsvorsteher bereits evaluiert, welche Personen Hilfestellung brauchen. Außerdem kann man sich auf der Gemeinde (02984/2653) melden, wenn Hilfe benötigt wird.
  • Drosendorf-Zissersdorf: Für alle Personen, die Lebensmittel, Medikamente etc. benötigen und das Haus nicht mehr verlassen wollen bzw. können, koordiniert die Stadtgemeinde Drosendorf-Zissersdorf (02915/ 2213) einen Lieferservice. Die Bäckerei Linsbauer, die Apotheke und die Drogerie stellen sich zur Verfügung, um Notwendiges an die betreffenden Personen im Gemeindegebiet zuzustellen.
    Außerdem haben sich schon freiwillige Helfer auf der Gemeinde gemeldet, die älteren Personen helfen wollen. Wer sich dazu noch bereit erklären möchte, kann sich ebenfalls im Rathaus melden.



  • Eggenburg: Die Stadtgemeinde Eggenburg bietet eine Corona Koordinationshotline für Versorgung an, um Menschen, die nicht auf die Hilfe von Verwandten oder Nachbarn zurückgreifen können, aber sehr wohl auf Hilfe angewiesen sind, versorgen zu können (02984/3501-15, auch außerhalb der Öffnungszeiten).
    Ein Team aus Freiwilligen ist gerne bereit, die Versorgung mit Lebensmittel, Medikamenten, aber auch kleine andere Hilfsdienste zu übernehmen. Auch die Handballer des UHE Eggenburg stehen als freiwillige Helfer bereit, um das Zusammenleben in der Gemeinde zu unterstützen.
  • Gars: In der Marktgemeinde Gars sollen, wie bereits in einigen Katastralgemeinden angelaufen, für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger erster Ansprechpartner für etwaige Probleme sein. Dies bezieht sich vor allem bei auftretenden Problemen der Versorgung mit Lebensmittel und Gesundheitsbetreuung. Die Nummern der Ortsvorsteher sind auf der Website der Gemeinde veröffentlicht.

  • Geras: In Geras haben die Ortsvorsteher bereits am vergangenen Samstag Personen in den Risikogruppen über potenzielle Hilfe informiert. Die Ortsvorsteher bzw. die Gemeinde unter 02912/7050 stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. Die Kaufhäuser Macek aus Pernegg (für die Katastralgemeinden Hötzelsdorf, Harth, Goggitsch, Pfaffenreith, Schirmannsreith und Sieghartsreith) sowie Nah & Frisch Linsbauer aus Drosendorf (für die Orte Geras, Kottaun, Fugnitz, Trautmannsdorf, Dallein, Purgstall) bieten Hauszustellungen für dringend benötigte Waren an, wie Vizebürgermeisterin Karin Gutmann erklärte.
    Zudem haben sich bereits zahlreiche freiwillige Helfer gemeldet, die Einkäufe oder das Besorgen von Medikamenten übernehmen. „Wir haben eine Liste dieser Personen angefertigt. Es ist schön zu sehen, dass es so viele junge Leute gibt, die bereit sind, älteren Personen zur Seite zu stehen, wenn sie Hilfe benötigen“, sagte Gutmann zur NÖN. Auch die Ortsbevölkerung habe diese positive Einstellung bereits registriert und sei froh, zu wissen, „dass Leute da sind, wenn man jemanden braucht“.

  •  

    Horn: Auch die Stadtgemeinde Horn greift hilfsbedürftigen Menschen unter die Arme: Es wurde eine Hotline eingerichtet (02982/2656-240), unter der man sich melden kann, wenn man Hilfe bei Besorgungen (Apotheke, Lebensmittel etc.) braucht. Aushelfen werden Gemeindemitarbeiter – etwa Kindergartenbetreuer, die derzeit in den nur von wenigen Kindern besuchten Betreuungseinrichtungen nicht gebraucht werden – auch bei der Aktion Essen auf Rädern. Damit sollen die großteils älteren Fahrer nicht einem Risiko ausgesetzt werden. Schon wenige Stunden, nachdem die Aktion angelaufen ist, haben sich laut Maier 30 Mitarbeiter und Gemeinderäte freiwillig für diese Aktion gemeldet.



  • Irnfritz-Messern: In Irnfritz-Messern wurden von den Ortsvorstehern bereits Infos betreffend Zustellservice an Risikogruppen ausgeteilt. Die Bestellungen werden direkt bei den Lebensmittelbetrieben (Fleischerei Ebner, Nah & Frisch Zotter, Lagerhaus Irnfritz) aufgegeben und um ca. 11 Uhr werden täglich Freiwillige die Pakete an die Besteller liefern. Die Koordination der Freiwilligen übernimmt die Marktgemeinde Irnfritz-Messern, die auch laufend über die Website und über Facebook informiert..
    Die Kosten für die Lebensmittel werden von der Marktgemeinde wöchentlich an die Lieferanten bezahlt und auch wöchentlich den Beziehern mit einem langen Zahlungsziel mit Zahlschein vorgeschrieben, damit kurzfristige Besuche in Kreditinstituten vermieden werden.
    Seitens der Marktgemeinde Irnfritz-Messern werden auch Medikamentenbesorgungen und nach Bedarf auch Haushilfen für Risikopersonen nach Bedarf organisiert.
    Indes werden noch Freiwillige gesucht, die die Aktion unterstützen wollen. Melden kann man sich dazu am Gemeindeamt unter 02986/6228).
  • Japons: In Japons wurde nach einer „Krisensitzung“ am Montag Abend am Dienstag von den Ortsvorstehern Informationsmaterial ausgetragen. Möglich sind Lebensmittelbestellungen beim Kaufhaus Kases. Auch für die Aktion „Essen auf Rädern“ haben sich laut Bürgermeister Karl Braunsteiner schon einige junge Fahrer gefunden. Freiwillige können sich aber noch gerne auf der Gemeinde unter 02914/6202 melden.


  • Langau: In Langau wurde die Bevölkerung Anfang der Woche per Rundschreiben über die Hilfsangebote der Gemeinde informiert. Gemeinsam mit „Gabis Nahversorgung“ von Gabi Linsbauer wird die Versorgung von betroffenen Personen sicher gestellt. Bestellungen sind von Dienstag bis Samstag möglich, geliefert werden die Waren zwischen 12.30 und 14 Uhr. Auch in Langau haben sich für die von der Pfarre organisierte Aktion „Essen auf Rädern“ schon einige junge Freiwillige gefunden, wie Bürgermeister Franz Linsbauer berichtete.
  •  

    Meiseldorf: Die Gemeinde Meiseldorf bietet in Kooperation mit freiwilligen der Gemeinde und dem Nahversorger Meiseldorf für besonders gefährdete Gemeindebürger einen kostenlosen Lieferservice für Lebensmittel und Hygieneartikel an.
    Hat man Bedarf an Medikamenten oder sonstigen Tätigkeiten in der Öffentlichkeit, kann man die Bestellungen zwischen 8 und 11 Uhr unter (02983/2319) abgeben. Die Zustellung wird vom Gemeindeamt organisiert, diese erfolgt am nächsten Tag um 9 Uhr. Die Abrechnung erfolgt bargeldlos über die Gemeinde, wie Bürgermeister Niko Reisel erklärte. Auch die Landjugend Meiseldorf hat sich bereits zur Mithilfe bei dieser Aktion bereit erklärt.

  •  

    Pernegg: In Pernegg wurde ein Info-Kanal per WhatsApp eingerichtet (0660/2562589). „Und er kommt super gut an. Die Infos gehen schnell raus und kommen zu 100 Prozent beim Nutzer an“, freute sich Vizebürgermeisterin Cornelia Weiß. Bisher gibt es schon über 200 Nutzer, die so rasch und unkompliziert informiert werden können. Zudem können sich Hilfsbedürftige auch unter 02913/257 auf der Gemeinde melden, hier kann man auch Essen über „Essen auf Rädern“ bestellen.

  •  

    Röhrenbach: In Röhrenbach sind die Mitarbeiter der Gemeinde unter 02989/8254 erreichbar, um Anliegen der Bevölkerung so rasch wie möglich zu bearbeiten.

  •  

    Röschitz: Auf Initiative des Wirtschaftsbundes Röschitz und der Pfarre werden seit dem 17. März Einkäufe für Personen aus den Risikogruppen von Freiwilligen des Wirtschaftsbundes und der Pfarre in Zusammenarbeit mit dem Kaufhaus Holzer erledigt. Ebenso besteht die Möglichkeit, dass von diesem Team Medikamentenabholdienste am Mittwoch von 16 bis 18 Uhr von der Ordination Saller erledigt werden.
    Melden kann man sich – sofern man keine direkten Angehörigen im Ort hat – bei Wirtschaftsbundobfrau Eva Maria Zimmerl (0676/846 216 440; eva.zimmerl@avansa.at).
    Ab 23. März kann man sich auch Mittagessen vom Team des W4 liefern lassen. Infos bei Natalie Diekmann (02984/21486 oder team@w-4.at).
     



  • Rosenburg-Mold: In Rosenburg-Mold stehen Bürgermeister Wolfgang Schmöger, Vizebürgermeisterin Irene Mantler und die Geschäftsführenden Gemeinderäte für Besorgungen zur Verfügung, falls bisherige Vertrauenspersonen ausfallen. Melden kann man sich, falls Hilfe benötigt wird, auch am Gemeindeamt (Montag bis Freitag, 8-12 Uhr) unter 02982 2917.


  • Sigmundsherberg: In Sigmundsherberg hat der Nahversorger Montag, Mittwoch und Freitag von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Der Lieferservice wird weiterhin ausgeführt, mit telefonischer Vorbestellung und Auslieferung ab 13 Uhr. Die Mitarbeiter am Gemeindeamt sind zu den Bürozeiten unter 02983/2203 erreichbar.
  • St. Bernhard-Frauenhofen: In St. Bernhard-Frauenhofen stehe, für den Fall, dass man Unterstützung für lebenswichtigen Besorgungen (etwa Lebensmittel und Medikamente) benötigen und keine Hilfe von Nachbarn oder Familien erhalten kann, die Gemeinde für Erledigungen zur Verfügung (02982/2882). Auch die Ortsvorsteher können jederzeit kontaktiert werden.


  • Straning-Grafenberg: Seitens der Marktgemeinde Straning-Grafenberg wurden allgemeine Informationsblätter, vom Gemeindearzt Wunderer wurden Informationsblätter über die ärztliche Versorgung ausgeteilt. Ein besonderes Lieferservice zu Mittag bietet auch das Gemeindegasthaus „Straningerhof“ ab 18. März an. Außerdem wird hier kleiner Shop für Grundnahrungsmittel eingerichtet, der am 20. März starten soll.
  • Weitersfeld: Auch in Weitersfeld bietet die Gemeinde für Personen, die das Haus nicht verlassen können, Hilfe an. Gemeinsam mit Ärztin Verena Weinlich und den Lebensmittelgeschäften Blei, Krähan und Schmid wurde ein Medikamenten- bzw. Einkaufsservice organisiert. Zugestellt werden die Waren von Freiwilligen. Außerdem haben sich schon zahlreiche junge Freiwillige für die Aktion „Essen auf Rädern“ gemeldet. Allerdings werden weiter Freiwillige gesucht, man kann sich auf der Gemeinde unter 02948/8275 melden.