Landesklinikum Horn steht vor Herausforderung. Nach positiven Mitarbeiter-Tests setzt Klinikum Personal stationsübergreifend ein und belegt Abteilungen interdisziplinär.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 11. November 2020 (04:47)
Die Coronakrise stellt das Landesklinikum Horn vor große Herausforderungen.
Thomas
Weikertschläger

Nachdem in der Vorwoche bekannt wurde, dass auch im Landesklinikum Horn die Errichtung einer eigenen Corona-Station evaluiert wird, folgten bald die ersten Meldungen über infiziertes Personal am Klinikum.

Von drei infizierten Mitarbeitern berichtete Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig am 4. November. Laut Thomas Schmallegger, Sprecher der Gesundheit Waldviertel GmbH, handelt es sich dabei um „Mitarbeiter aus allen Berufsgruppen“. Auch am Standort Allentsteig gab es drei Infizierte, allerdings handelte es sich dabei um Patienten. Wie Schmallegger erklärte, seien bei den obligatorischen Mitarbeitertests in der Vorwoche alle Mitarbeiter negativ getestet worden.

Ambulanzen: Besuche nur nach Vereinbarung

Die NÖN wollte von Schmallegger wissen, wie sich die aktuellen Fälle im Klinikum Horn auf die Arbeit im Klinikum auswirken. Wie Schmallegger meinte, stellen die steigenden Fallzahlen für die Mitarbeiter aller Berufsgruppen an den Kliniken neben der aufrechten Akutversorgung eine sehr fordernde Situation dar. Es sei wegen der positiven Fälle nun teilweise notwendig, die Abteilungen interdisziplinär zu belegen und Personalkapazitäten stationsübergreifend einzusetzen. I

m Landesklinikum Allentsteig werden die positiv getesteten Patienten in eigenen Isolationsbereichen betreut und es werden zur Zeit in Abstimmung mit der Bezirksverwaltungsbehörde keine neuen Patienten aufgenommen. Für die in stationärer Betreuung stehenden Patienten laufen die Therapien unter Beachtung der notwendigen Schutzmaßnahmen allerdings weiter.

Für weitere Einschränkungen am Klinikum – etwa was die Situation für Besucher angeht – seien nicht die positiven Fälle, sondern generell die Entscheidung der Ampel-Kommission des Bundes, alle Bezirke des Landes auf Rot zu stellen, verantwortlich.

Daher gelten in allen Landes-und Universitätskliniken die entsprechenden Maßnahmen wie Zutrittskontrollen, verpflichtendes Tragen eines Mund-Nasenschutzes und eingeschränkte Besuchsregelungen. Nicht dringliche bzw. akute Ambulanzbesuche sind derzeit ausschließlich nach Terminvereinbarung möglich, erklärt Schmallegger.