GMV Horn: Neujahrskonzert mit Eleganz und Esprit. Sänger und Musiker des GMV Horn bezauberten zwei Mal im Horner Vereinshaus mit Musik aus der Strauß-Dynastie und einer Uraufführung.

Von Eduard Reininger. Erstellt am 07. Januar 2020 (13:32)

Das Neujahrskonzert des Chors und Orchesters des Gesangs- und Musikvereins (GMV) Horn ist das musikalische Highlight zum Jahresauftakt in der Bezirkshauptstadt. Und so begeisterten die 85 Mitwirkenden auch 2020 bei zwei im ausverkauften Vereinshaus gegeben Konzerten das Publikum.

Am Dirigentenpult standen Harald Schuh und Chorleiterin Lena Engelmann. Musiker und Sänger präsentierten ein heiteres und zugleich besinnliches Programm aus dem reichen Repertoire der Strauss-Dynastie und deren Zeitgenossen.

Mit dem Triumphmarsch aus Aida von Giuseppe Verdi gefolgt vom Frühlingsstimmen-Walzer von Johann Strauß Sohn eröffnete das Orchester des GMV den Klangzauber mit musikalischer Eleganz und Leichtigkeit. Fehlerlos agierte auch Konzertmeisterin Sonja Walther, die sich nicht nur als großartige Musikerin, sondern auch als „Mutter des Orchesters“ bewies, das um viele Jungmusiker gewachsen ist und mit Unterstützung der Pädagogen der W.A. Mozart Musikschule in Hochform agierte.

Stück von Leonhard Patoschka uraufgeführt

Die Uraufführung des vom 17-jährigen Leonhard Patoschka komponierten Streicherquartetts wurde mit stürmischem Applaus belohnt. Chorleiterin Lena Engelmann hatte ebenso ganze Arbeit geleistet. Da stimmte die Balance zwischen Dirigentin und Chor. Besonders hervorzuheben ist, dass der Chor alle Lieder wie in den letzten Jahren auswendig sang. Stimmgewaltig glänzten Marlene Pregesbauer, Helena Weiß, Anton Wagner, Arnold Triebelnig und Christian und Philip Langer mit ihren Soloauftritten. Chorleiterin Engelmann setzte offensichtlich auf Literatur, die die Sängerinnen und Sänger hervorragend umsetzten.

Das sorgfältig zusammengestellte Programm war in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil umfasste Werke von Johann Strauß, Sohn, Guiseppe Verdi und Carl Michael Ziehrer. Nach der Pause ging es mit Stücken aus der Oper Carmen von Georges Bizet und der Jockey-Polka von Josef Strauß weiter. Danach wurde das Programm, „moderner“ und mit „Schön ist so a Ringelspiel“ heiterer. Nach dem großen Vorbild endete das Horner Neujahrskonzert mit dem Donauwalzer und dem lebhaft mitgeklatschten Radetzkymarsch als Zugaben.
Sabrina Ullreich moderierte charmant und kompetent durch das gelungene Neujahrskonzert.