Straninger Biowinzer räumt vier Medaillen ab. Der Straninger Toni Schmid holte bei erstem Antreten gleich drei „Goldene“ und eine „Silberne“.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 09. August 2019 (04:43)
Thomas Weikertschläger
Stolz auf drei Goldene und eine Silberne beim Internationalen Bioweinpreis zeigte sich der Straninger Winzer Toni Schmid.

Gleich voll abgeräumt hat der Straninger Biowinzer Toni Schmid bei der erstmaligen Teilnahme beim Internationalen Biowein-Preis: Mit vier eingereichten Weinen holte er bei dieser internationalen Prämierung für Bioweine, bei der heuer 291 Weingüter aus 27 Ländern 1.103 Bioweine eingereicht hatten, drei Gold-Medaillen und eine Silber-Medaille. Die Gold-Medaillen holte Schmid mit dem „Frühroter Veltliner 2018 Ried Steinperz“, der sogar 94 Punkte erreichte, mit dem „Grüner Veltliner Hinterberg 2017“ und dem „Weißburgunder Sand 2018“. Die Silberne gab es für den „Grüner Veltliner 2017 Ries Gaisberg“.

„Natürlich ist das eine tolle Bestätigung, dass wir das Richtige tun“, freute sich Schmid, der gemeinsam mit seiner Frau Sonja in Straning auch eine biologische Landwirtschaft betreibt. Die Kunden würden auch im Biowein-Bereich immer mehr auf Qualitäts-Siegel wie dieses schauen, denn: „Auch sie wollen eine Bestätigung, dass sie bei der Auswahl ihrer Weine richtig liegen“, sagt Schmid. Beim Internationalen Bioweinpreis entscheiden eine Jury aus professionellen Verkostern und das „unbestechliche PAR-System“, das eine objektive und somit allgemein anerkannte Bewertung der eingestellten Weine ermöglicht, über die Preise.

„Gut Ding braucht Weile“ als Erfolgsgarant

Schmid bewirtschaftet auf seinem „kleinen feinen Familienbetrieb“ seit 15 Jahren seine Weingärten auf organisch-biologische Weise, seit 13 Jahren ist er bio-zertifiziert. Außerdem baut er in der biologischen Landwirtschaft vielfältige Kulturen wie Saflor, Luzerne, Futtererbsen, Getreide, Ackerbohnen, Einkorn oder Hanf an. „Unsere Arbeit ist dadurch sehr abwechslungsreich und vielfältig“, sagt er. Angeboten werden die Produkte jeden ersten Samstag im Monat am eigenen Bioweinhof.

Bioanbau sei zwar aufwendiger, aber das Ergebnis mache dann umso mehr Freude und gebe ein gutes, zufriedenes Gefühl, sagt Schmid. Produziert werden authentische Weine aus verschiedenen Lagen an den Süd- und Osthängen des Manhartsberges. „Die unterschiedlichen Böden – vom mineralischen Urgestein bis zum mächtigen Lössboden – spiegeln sich auch in den vielfältigen Charakteren unserer Weine. Unser Angebot reicht vom leichten, trinkfreudigen Sommerwein bis zur gehaltvollen Reserve“, erzählt der Biowinzer.

„Wir sehen die Natur als gleichwertigen Partner – und so behandeln wir sie auch, mit Respekt und Sorgfalt.“Biowinzer Toni Schmid

Bei der Arbeit mit dem Wein folge er dem Grundsatz „Gut Ding braucht Weile“. Genaue Beobachtung der Weinstöcke im Jahreslauf und sorgfältige Pflegemaßnahmen gehören da genauso dazu wie dem Wein im Keller jene Zeit und Ruhe zu geben, die er zum Reifen braucht. Daher füllt Schmid seine Weine erst im Sommer ab, damit seine Weine richtig reifen können.

Schmid, der den über Generationen in Straning gewachsenen Hof von seinen Eltern übernommen hat, sieht in der Natur mehr als eine reine Produktionsgrundlage. „Wir sehen sie als gleichwertigen Partner – und so behandeln wir sie auch, mit Respekt und Sorgfalt“, sagt er. Mit der organisch-biologischen Bewirtschaftung schaffe er die Grundlage, dass die Rebstöcke langfristig ihr ganzes Potenzial in die Qualität der Trauben legen können.