Garser Wehr im Einsatz in Kroatien . Drei FF-Mitglieder wurden zu einer Übung zur effektiven Waldbrandbekämpfung auf der Insel Cres einberufen.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 20. April 2019 (12:13)
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In der Nacht vor dem Einsatz auf Cres wurden alle Österreicher in der Theorie vorbereitet.

„Natürlich ist das eine Auszeichnung für die FF Gars, dass wir als einzige Feuerwehr im Bezirk Horn drei Mann abstellen durften“, ist Kommandant Thomas Nichtawitz stolz auf den Einsatz von Gerald Baker, Dominik Rotter und Reinhard Stiedl bei einer internationale Waldbrandübung auf der Insel Cres in Kroatien gemeinsam mit Katastrophenschutzkräften aus Niederösterreich, Salzburg und der Steiermark sowie Einheiten aus verschiedenen EU-Mitgliedsstaaten.

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Mit einem Wechselladefahrzeug samt Anhänger machten sich Gerald Baker (links) und Dominik Rotter (nicht im Bild Reinhart Stiedl) auf die Reise.

Ein Katastrophenzug mit 70 Einsatzkräften, davon 26 aus NÖ, machte sich am Samstag, 6. April, mit 22 Fahrzeugen auf die gut zwölfstündige Reise, die FF Gars unterstützte den NÖ Landesfeuerwehrverband mit einem Wechselladefahrzeug samt Anhänger. „Der Container beinhaltete eine komplette Sanitäreinrichtung mit Dusche und WC“, berichtete Baker, „im Anhänger war eine voll ausgerüstete Küche für die Versorgung der Österreicher. Wir wohnten nämlich in Zelten und versorgten uns unabhängig von den anderen, an die 250 Personen aus sieben Nationen, die auf einem Campingplatz untergebracht waren.“

Die Übung sollte vor allem die Fähigkeit zur Zusammenarbeit mit internationalen, nationalen und lokalen Katastrophenschutzmodulen und -teams stärken und die sichere Anwendung nicht nur von eigenen, sondern auch von internationalen Verfahren in Erfahrung bringen.

Waldbrandbekämpfung zu Land und aus der Luft

„Es wurden tatsächlich kontrolliert Brände gelegt, die es zu Land, zu Wasser und aus der Luft in verschiedenen Szenarien zu bekämpfen gab“, schildert Baker weiter. „Rotter war bei der ,kämpfenden‘ Truppe, Stiedl im Versorgungszug, ich hauptsächlich im Bereich Organisation tätig. Es war dabei gar nicht so einfach, sich mit den verschieden Nationen zu verständigen, aber wir haben es nicht zuletzt dank der Zusammenarbeit mit dem NÖ Landesfeuerwehrverband geschafft.“

Das Trio hat auf jeden Fall internationale Erfahrung gesammelt und viele Eindrücke mitgenommen und kann auf einen fünftägigen, sehr kräfteraubenden, aber schlussendlich doch perfekten Einsatz zurückblicken.