Entsorgung Aufrecht: Stark GmbH setzt auf Kurzarbeit. 90 Prozent der Mitarbeiter in Waidhofen, 30 Prozent in Irnfritz betroffen.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 24. März 2020 (09:19)
Am Bild: Lkw-Fahrer Dominik Eisenmagen von der Firma Stark, der im Mulden-Lieferservice zu den Kunden des Irnfritzer Unternehmens unterwegs ist. Um die Sicherheitsrichtlinien einzuhalten, verzichten das Unternehmen aktuell sogar auf die Unterschrift beim Kunden. Das Zusenden des Liefernachweises und auch der Abrechnung erfolgt elektronisch, somit wird der von der Bundesregierung geforderte Abstand zu anderen Personen eingehalten und stellt kein Gesundheitsrisiko dar.
Firma Stark

Wir versuchen, so viele unserer Mitarbeiter als möglich mitzunehmen, wir werden auch weiterhin ein sozialer Betrieb sein“, verspricht Reinhard Stark, mit seinem Bruder Gottfried Geschäftsführer der Stark GmbH, die seit 23 Jahren in Irnfritz ansässig ist und sich in dieser Zeit vom Abfallentsorger zum Sekundärrohstofflieferanten entwickelt hat und auf diesem Gebiet heute Drehscheibe im Waldviertel ist.

Private Anlieferungen gestoppt

Entsprechend den Vorgaben der Bundesregierung habe man die privaten Anlieferungen gestoppt, auch der Eisenfachmarkt ist geschlossen, wobei aber Gas selbstverständlich weiter verkauft werde und man in Notfällen als Entsorger weiterhin zur Verfügung stehe. Was jedoch weiterhin läuft, ist das Mulden- und Containerservice, somit kann jeder, der sich brav zu Hause aufhält, eine Mulde für seine „Aufräumaktion“ bzw. den „Osterputz“ bestellen.

Pipiboxen werden noch aufgestellt

„Alles, was in die Grundversorgung hineinfällt, betreuen wir weiter, etwa auch die ,Pipibox‘, die wir dort aufstellen und natürlich auch den Reinigungsdienst versehen, wo noch Baustellen in Betrieb sind“, erklärt Stark. „Auf diesem Sektor leiden wir auch unter den abgesagten Veranstaltungen, da ist uns ein wichtiger Zweig weggebrochen.“

Großer Teil der Mitarbeiter in Kurzarbeit

Ein beträchtlicher Teil der insgesamt 115 Mitarbeiter werde in Kurzarbeit geschickt, am Standort Waidhofen sind etwa 90 % der dort beschäftigten betroffen, in Irnfritz ca. 30 %. Der Schaden sei derzeit nicht absehbar, er rechne mit einer sehr spürbaren Reduktion der Arbeitleistung. „Im April werden es vielleicht nur mehr zehn Prozent sein, im Mai vielleicht 30, und dann hoffentlich bald mehr“, so der Unternehmer.

Fix ist aber, dass die Firma, so Stark, das soziale Verständnis und Gewissen hat und die Mitarbeiter, für die jetzt keine Arbeit mehr da ist, mit dem neuen Kurzarbeitsmodell mitnehmen wird. „Es wird dennoch ein Teil im Homeoffice oder im Betrieb mit den vorgegebenen Sicherheitsabständen weiterarbeiten, und einen wichtigen Beitrag zur Systemerhaltung leisten.“

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