Gestärkt in die sechste Periode. Bürgermeister Hermann Gruber aus Irnfritz-Messern gewann ein Mandat dazu.

Von Karin Pollak. Erstellt am 27. Januar 2020 (19:01)
Hermann Gruber und Karl Erdinger feierten den Wahlsieg der ÖVP in Irnfritz-Messern.
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ÖVP-Bürgermeister Hermann Gruber geht mit dem Zugewinn eines Mandates in seine sechste Bürgermeister-Periode. Der längstdienende Bürgermeister im Bezirk ist überglücklich: „Das Volk ist mündig genug, um die geleistete Arbeit zu honorieren und hat das auch getan“, meinte Gruber, der 1948 geboren ist und seit 1985 im Gemeinderat tätig ist. „Es ist wirklich gut gelaufen. Als alter Hase ein Mandat dazu zu gewinnen, ist keine Selbstverständlichkeit“, so Gruber.

SPÖ: Stella mit Kritik an Landespartei-Spitze

Für die nächste Periode gibt es viele Projekte: Feuerwehrhaus in Irnfritz, Bauhof, Kinder-Nachmittagsbetreuung, Jugendeinrichtung, barrierefreie Seniorenwohnungen, der Ankauf einiger Feuerwehr-Einsatzfahrzeuge sowie neues Bauland und Industriegebiet. „Damit wollen wir die Lebensqualität weiterhin erhöhen.“ Die konstituierende Sitzung soll um den 11. Februar durchgeführt werden.

Erwin Stella, Listenerster der SPÖ, muss den Verlust eines Mandates verdauen: „Wir haben in Messern 28 Stimmen nicht bekommen, in Irnfritz Bahnhof haben elf Stimmen gefehlt. Es sind um die 50 Wähler in den letzten fünf Jahren verstorben. Für das dritte Mandat fehlten uns 43 Stimmen“, rechnet Stella vor, während er mit der Landes-SPÖ „abrechnet“: „Von St. Pölten ist einfach nichts gekommen. Ich glaube daher, bei unserem Landesparteivorsitzenden Schnabl hat die Demarkationslinie bei der Donau geendet. Das tut weh, aber ich werde mit ihm persönlich darüber reden.“ Die Unterstützung auf Bezirksebene und durch die Funktionäre sei hingegen „sehr stark“ gewesen.

Der „eingereiste“ Irnfritzer hat trotzdem Grund zur Freude: „Ich habe die mit Abstand meisten Vorzugsstimmen bekommen.“ Stella, der erstmals in den Gemeinderat einzieht, will die Sachpolitik in den Mittelpunkt stellen. „Verkehr und Bahn, Gesundheit, sozialer Wohnbau und eine abschlagsfreie Pension nach 45 Arbeitsjahren sind mir sehr wichtig“, so Stella, der der ÖVP für den fairen Wahlkampf dankt und mit Bürgermeister Gruber im Sinn der Bürger arbeiten will. „Bei uns gibt es keine Streitereien, sondern eine gute Diskussionskultur. Für ihn und seine Parteikollegen gelte jetzt eines: „Egal ob mit drei oder nur zwei Mandaten: Eine positive Arbeit ist angesagt.“

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