Bus-Not: Lösung kündigt sich an. Mutter beklagt, dass seit September „Bus- Chaos“ herrscht. Dank Gemeinde ist nun Lösung in Sicht.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 04. Dezember 2019 (06:13)
VOR-Pressesprecher GeorgHuemer stellt eine baldige Lösung in Aussicht.
MK, KP

„Ich bin schon so frustriert, weil man so machtlos ist“ – mit diesen Worten meldete sich eine Muter aus der Gemeinde Japons bei der NÖN. Denn das Bus-Chaos, das heuer zu Schulbeginn landesweit für Empörung gesorgt hat, ist zumindest in der Gemeinde Japons immer noch nicht behoben.

Die Frau beklagt, dass der Busplan für die Linie 883 immer noch nicht geändert sei (die NÖN berichtete mehrfach über die Probleme). Sie müsse sich täglich ins Auto setzen, um ihre Kinder pünktlich in die Schule bzw. nach Hause zu bringen. „Wenn unsere Kinder morgens um 7.40 Uhr mit dem Bus fahren, kommen sie täglich zu spät in die Schule. Es gibt Kinder, die keine andere Möglichkeit haben, als mit dem Bus in die Schule zu fahren.

Diese Kinder kommen nun schon seit September zu spät in die Schule“, empört sie sich. Nach dem Nachmittagsunterricht um 16 Uhr müssen die Schüler der NMS Irnfritz immer noch bei Wind und Wetter eine dreiviertel Stunde warten, bis sie der Bus nach Hause bringen würde. Es gebe auch Kinder, die trotz der Anfang Dezember herrschenden Witterung mit dem Fahrrad in die Schule fahren, um nicht zu spät zu kommen – oder wegen der umgedrehten Linienführung einen zu großen Umweg in Kauf nehmen müssen – meint sie. Außerdem komme es immer wieder vor, dass Kinder in Wenjapons stranden, weil ihnen dann der Anschlussbus davon gefahren sei.

Wendeschleife kostet rund 13.000 Euro

Sie könne es nicht verstehen, warum sich der VOR nicht um dieses Problem kümmere. Auch auf ihre Beschwerde-Mails erhalte sie keine Antworten. Es habe bereits eine Streckenbefahrung – aber ohne Beisein der Gemeindevertretung – sowie eine Begehung mit Gemeindevertretern in Wenjapons gegeben. Sie verstehe nach wie vor nicht, warum der VOR ein System, das „50 Jahre funktioniert hat“, ändern musste und Chaos angerichtet habe: „Für die normale Bevölkerung heißt es dann ,friss oder stirb‘, denn Einfluss habe ich leider keinen, wie man sieht. Ich fühle mich wie am Ende der Nahrungskette.“

VOR-Pressesprecher Georg Huemer erklärte gegenüber der NÖN, dass ein Ende der Misere jetzt in Sicht sei. Die alte Linienführung sei bei der Neu-Vergabe nicht mehr konzessioniert worden: „Die Sicherheitsrichtlinien haben sich in den vergangenen 40 Jahren geändert. Da müssen wir uns auf die Sachverständigen verlassen“, begründete er, warum es überhaupt zu den Änderungen auf der Linie gekommen ist. In erster Linie sei es dabei um die Konzessionierung der Wendemöglichkeit in Wenjapons gegangen. Man sei aber seit Sommer mit der Gemeinde Japons in Kontakt – und die habe jetzt zugesagt, eine Wendemöglichkeit für die Busse zu errichten.

Bürgermeister Karl Braunsteiner lässt nun eine Wendemöglichkeit für Busse errichten.
NOEN

Bestätigt wird der Bau der Wendeschleife von Bürgermeister Karl Braunsteiner (ÖVP), der die Verärgerung der Mutter nachvollziehen kann. „Die alte Linienführung gab es seit 1971. Ich bin selber mit dem Bus in die Schule nach Irnfritz gefahren“, erzählt er. Insgesamt sind laut Braunsteiner rund 90 Schüler aus der Gemeinde auf die Busse, die sie in die Volksschule Japons bzw, die NMS Irnfritz bringen, angewiesen. Es sei der Gemeinde ein Anliegen, den Eltern – und besonders den Kindern – die Unannehmlichkeiten wie langes Warten in der Kälte zu ersparen. Daher werde in den kommenden Tagen am Ortsende von Wenjapons in Richtung Trabenreith um rund 13.000 Euro eine Wendemöglichkeit für die Busse geschaffen.

Laut Huemer sei man gemeinsam mit Postbus bereits dabei, die Fahrpläne anzupassen und künftig wieder eine schnelle Verbindung nach Irnfritz zu ermöglichen. „Ich kann versprechen, dass das noch bis zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember erledigt sein wird“, sagte Huemer.