„Stotter-Guru" Liebelt kommt nach Drosendorf. Er selbst war 35 Jahre lang ein starker Stotterer - heute hilft der 64-jährige Deutsche Hans Liebelt Menschen, die stottern, mit „Learning by doing".

Von Red. Horn. Erstellt am 16. Januar 2020 (12:44)
Hans Liebelt
stopp-stottern.de

Sein Trainingskonzept hat Liebelt entwickelt, nachdem bei ihm selbst alle Therapien - von Logopädie über einen drei-monatigen Aufenthalt in einem Sprachkurheim bis hin zu Wunderheilern und Elektroschocks keine Verbesserung gebracht hatten. „Ausschlaggebend war dann ein Telefonat, das ich als 38-jähriger Vater führen musste, bei dem ich mir die Zunge blutig biss. Eine schmerzhafte und niederschlagende Erfahrung", schildert Liebelt.

Daraufhin nahm er die Sache selbst in die Hand und entwickelte – erst für sich selbst – zusammen mit dem Diplom-Psychologen und Psychologischen Psychotherapeuten Thomas Rudolf ein umfassendes Trainingskonzept. Heute hilft der 64-jährige Stotterern aus der ganzen Welt, ihr Handicap in den Griff zu bekommen. „Und das mache ich mit Erfolg. Selbst aus Ländern wie China und Paraguay reisen Betroffene zu meinen Seminaren nach Deutschland", erzählt er.

Vom 21. bis zum 28. März kann man im Schloss Drosendorf ein Seminar Liebelts besuchen. „Dabei wird von morgens bis abends das fließende Sprechen trainiert", sagt er.  Dabei sollen Erfahrungen und Erkenntnisse erlangt werden, die ganz nebenbei das Selbstwertgefühl und die Selbstachtung enorm steigen lassen. Dabei sind seine Methoden ebenso ungewöhnlich wie wirksam. "Mancher Teilnehmer meiner Seminare fühlt sich an die seltsam anmutenden Übungen von King George VI und seinem Therapeuten Lionel Logue aus dem Kinofilm ,The King’s Speech' erinnert. Doch der Erfolg gibt uns recht und ist alles andere als komisch", so Liebelt. 

Für Interessierte gibt es am 21. März ab 10 Uhr einen Informations- und Mitmach-Tag.