Jürgen Maier: Für Horn braucht es die Profis der ÖVP!“. Bürgermeister Jürgen Maier will wieder mit 19 Mandataren, darunter vier neuen, in den Gemeinderat einziehen.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 09. Januar 2020 (03:51)
Mit 19 Mandataren wie bisher will das „Team Jürgen Maier“ in den Horner Gemeinderat einziehen: Alexander Nerradt, Ludwig Band, Reinhard Litschauer, Wolfgang Welser, Marina Amon (neu), Robert Lochner, Heinrich Nagl, Paul Klinger, Maria van Dyck, Shefqet Balaj, Bürgermeister Jürgen Maier, Isabel Mang (neu), Stefan Keusch (neu), Gerhard Lentschig, Dominik Wagerer, Jutta Rabl (neu), Claudia Langer, Martin Seidl und Manfred Daniel (v.l.).
Foto: R. Kornell

„Horn ist zu schön, um es Amateuren und Populisten zu überlassen“, beendete Bürgermeister Jürgen Maier die Präsentation der ÖVP-Kandidaten für die bevorstehende Gemeinderatswahl mit einem deutlich erkennbaren Seitenhieb in Richtung der FPÖ. „Es braucht Profis – und die haben wir!“

Bei dem von Umweltgemeinderat Wolfgang Welser moderierten Abend nahm dieser zuerst Abschied von den scheidenden Mandataren – Vizebürgermeisterin Gerda Erdner, Stadtrat Josef Rieffer und die Gemeinderäte Maria Aufegger und Franz Schleritzko – und gab den Neuen – Marina Amon, Stefan Keusch, Isabel Mang und Jutta Rabl – Gelegenheit, sich selbst und ihre Beweggründe für eine Kandidatur vorzustellen.

Im Anschluss waren die „amtierenden“ Stadträte an der Reihe, über die Arbeit der letzten fünf Jahre in ihren Resorts berichteten. Eine Auswahl ohne jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit: Heinrich Nagl sprach von fünf Jahren, in denen man gut gewirtschaftet habe, was auch die Realisierung neuer Projekte ermögliche, Gerhard Lentschig über das „einzigartige Natur-Freibad“ und die Vielfalt der Sportarten in Horn, Maria van Dyck nannte als größtes umgesetztes Vorhaben das Ein-Millionen-Projekt „Hörnchennest“, Manfred Daniel erinnerte an große Investitionen im Straßen-, Wasser- und Kanalbau und die Hochwasserschutzprojekte, Martin Seidl über die „Kulturmetropole des Waldviertels“ nicht zuletzt dank Allegro Vivo und Szene Waldviertel sowie das Agrartechnik-Kompetenzzentrum im Museum und schließlich Welser über umgesetzte Maßnahmen im Klima- und Naturschutz.

„Eine Reise in das Horn des Jahres 2030“

„Wir haben eine gute Mischung aus bewährten Kräften und viel ,frischem Blut‘“, meinte Maier angesichts der 43 Kandidaten, 19 davon sollen so wie bisher in den Gemeinderat einziehen. „Und diese Mandatszahl wollen wir wieder, nicht mehr und nicht weniger.“ Nach einem kurzen Konter auf die immer wieder kehrende Forderung nach einem Hallenbad („Ich wünsche es mir auch, aber es ist nicht finanzierbar!“) unternahm er eine „Reise durch Horn im Jahr 2030“ und stellte seine Visionen vor, die er mit seinem Team in diesem Jahrzehnt umsetzen will.

Frage nach „Vize“ ließ Maier unbeantwortet

Da durfte natürlich der Bahnhof mit der Anbindung der Franz-Josefs-Bahn ebenso wenig fehlen, wie das Ärztezentrum im Hopfengarten mit disloziertem Fachhochschul-Standort, Betreutes Wohnen am Areal des alten Stephansheims, die Umgestaltung des Hauptplatzes sowie des Rathausplatzes mit Bildungscampus, ein attraktives und offenes Freibad und eine Erweiterung des Stadtparks.

Wer künftig in den Stadtrat einziehen und Vizebürgermeister bzw. -meisterin soll, ließ er sich allerdings nicht entlocken…