Garser ÖVP setzt bei Gemeinderatswahl auf die Jungen. Die vier aus eigenen Stücken scheidenden Mandatare werden durch neue ersetzt, Durchschnittsalter 32 Jahre.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 03. Dezember 2019 (09:55)
ÖVP-Gemeindeparteiobmann Günther Wieland und Bürgermeister Martin Falk mit dem als Zitternberger Ortsvorsteher vorgesehenen Elmar Götz (hinten v. rechts) und den neuen Kandidaten Max Blauensteiner, Cornelia Grabl, Henriette Götz, Werner Zack (vorne v. rechts) und Philipp Köhl (kleines Bild).
Reinhard Podolsky/Rupert Kornell

„Der Parteivorstand hat den Vorschlag von Bürgermeister Martin Falk betreffend die Kandidaten für die Gemeinderatswahl einstimmig angenommen und auch die Reihung (siehe unten) bestätigt, ebenso, dass wir mit ihm als Spitzenkandidaten in die Wahl gehen“, gab ÖVP-Gemeindeparteiobmann Günther Wieland bekannt.

Und Falk gab sich gleich kämpferisch: „Wir wollen zu unseren derzeit 14 Mandaten noch ein weiteres dazugewinnen.“ Das will er mit einem routinierten Team von zehn bisherigen Mandataren, ergänzt durch fünf Neue, erreichen. Fünf deshalb, weil – die NÖN berichtete – Josef Beischlager, seine Schwiegertochter Susanne, Werner Groiß und Bernhard Gumpinger ihren Rückzug bekannt gegeben haben, und man ja einen 15. Platz erobern will.

Diese Neuen sind Henriette Götz aus Zitternberg, Cornelia Grabl aus Gars, Max Blauensteiner aus Thunau, Werner Zack aus Donnerreith und der bei der Präsentation aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesende Philipp Köhl aus Kamegg. Neu ist auch Elmar Götz, der zwar nicht auf den vordersten Plätzen gereiht ist, aber Ortsvorsteher in Zitternberg werden soll.

Die „Neuen“ wollen zuhören & mitgestalten

Falk und Wieland haben dabei sehr stark auf junge Kandidaten gesetzt: „Das Durchschnittsalter der fünf Neuen ist 32 Jahre, acht der 15 Erstgereihten sind unter 40.“ Aber auch zwei weitere wichtige Aspekte bei der Listenerstellung — insgesamt finden sich dort doppelt so viele wie zu vergebende Gemeinderatsmandate, nämlich 46 – heben sie hervor: „Die Liste ist auch beruflich durchmischt und die Leute kommen aus allen 13 Katastralgemeinden der Großgemeinde Gars.“ Falk legt auch Wert darauf, dass man auf einen entsprechenden Frauenanteil geachtet hat. Sie spielen mit rund einem Drittel Anteil unter den 46 in der ÖVP eine wesentliche Rolle.

Philipp Köhl
NOEN

Ob die Reihung Rückschlüsse zulässt, wer die beiden „Geschäftsführenden“ Susanne Beischlager und Gerhard Gumpinger ersetzt? Falk: „Darüber werden wir uns unterhalten, wenn das Wahlergebnis vorliegt.“

Auf die Frage nach den Beweggründen für den Einstieg in die Gemeindepolitik werden bei allen Neuen die Möglichkeiten zum Zuhören und Mitgestalten genannt. Einiges im Bereich Sport bewirken will der bekannte Fußballer Blauensteiner, Zack will seinen Fokus auf den Umweltschutz legen, Grabl den Schwerpunkt auf die Wirtschaft und das Ehepaar Götz will vor allem auf die Anliegen der Zitternberger hören.

Die Liste liegt zwar vor, aber noch kein Programm, was Falk damit begründet, dass man dieses der Garser Bevölkerung erst nach den Weihnachtsfeiertagen vorlegen wird.