Lauter Klänge rund ums Essen: Musik machte Gusto. Saisonabschluss in der Danielmühle. Auf die Gäste wartete ein kulinarisch hochwertiges Musikerlebnis.

Erstellt am 26. November 2016 (03:09)
Bass-Sänger Horst Lamnek mit dem musikalischen „Liebespaar“ Blunzen & Leberwurst und dem Gastgeber Franz Carda, der ihm ein einfühlsamer Begleiter am Klavier war.
NOEN, Foto: Willi Brem

Es waren zwar „nur“ Gesangsstücke und Erzählungen über Köstlichkeiten aus der Küche, aber man konnte beim Zuhören geradezu die Düfte riechen und die Leckerbissen schmecken. Und was da nicht alles in Worten und Tönen „aufgetischt“ wurde!

Powidltatschkerl und Salzburger Nockerl als Gaumenschmeichler

Kulinarisch wertvoll waren beim letzten Konzert dieses Jahres in der Danielmühle in Kattau nicht nur die Schmankerl, die es am Buffet zu erwerben gab. Denn von der Forelle (Schubert) über die Schinkenfleckerl (Leopoldi) und die Wurst (Wolf – Der Tambour), den Speck (Zupan) bis zum „Liebespaar“ Blunzn & Leberwurst gab es eine deftige Jause.

Als Gaumenschmeichler gab es Powidltatschkerl (Leopoldi) und Salzburger Nockerl (Fred Raymond). „Gesundes“ wie Tomaten und Bananen geisterte durch die verrückte Schlagerwelt der 20er-Jahre. Literarische Einschübe bewirkten ein Übriges: das Missgeschick Rossinis, dessen getrüffelter Kapaun ungewollt ins Wasser fiel, Otto Schenks Provokation („Wer kocht, ist selber schuld“), das Geheimnis um die Krautfleckerl der Tante Jolesch, …

Der Mann, der das mehr als glaubhaft auf die Bühne brachte, ist der international tätige Wiener Bassist Horst Lamnek. Stimme, Mimik, Bewegung – alles in einem sympathischen Schmäh verpackt – waren seine künstlerischen Zutaten zu einem formvollendeten musikalischen Menü. Da musste Gastgeber Franz Carda, sein Begleiter am Klavier, nur den richtigen Part dazu spielen, quasi die musikalischen Kochtöpfe auf richtiger Temperatur halten. Einziger Wermutstropfen: Viele Interessenten fanden keinen Platz mehr.