Radler-Rast ersetzt den alten Trafo

In Klein-Reinprechtsdorf wurde Idee aus Bevölkerung aufgegriffen und alter EVN-Trafo zu gemütlichem Treff umgebaut.

Thomas Weikertschläger
Thomas Weikertschläger Erstellt am 24. September 2021 | 06:58

Über einen neuen Treffpunkt im Ort verfügt ab sofort Klein-Reinprechtsdorf: In der Röschitzer Katastralgemeinde wurde der alte Trafo der EVN in eine „Radler-Rast“ umfunktioniert.

Gemeinsam mit der Dorfbevölkerung eröffneten Bürgermeister Christian Krottendorfer und Ortsvorsteher Franz Asenbaum die Raststelle. Gäste, die mit dem Rad in der Gegend unterwegs sind, aber auch die Bewohner des Ortes können von der neuen Rast Gebrauch machen. Die Idee dazu kam übrigens aus der Ortsbevölkerung selbst, betonte Krottendorfer. Denn zunächst habe man daran gedacht, den alten Trafo abzureißen. Als ihm Asenbaum von der Idee berichtet hatte, seien er selbst, der gesamte Gemeinderat und schließlich auch die EVN rasch von diesem Plan überzeugt gewesen.

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Dorf hält zusammen

Jetzt wartet auf die Gäste ein gut gefüllter Kühlschrank, wobei die Säfte und Weine aus der Ortschaft selbst kommen: „Wir haben drei Top-Winzer in unserem kleinen Dorf. Das ist für sie gleich eine gute Möglichkeit, ihre Weine an den Mann zu bringen“, sagte Asenbaum, der auch die große Unterstützung seitens der Dorfbevölkerung bei der Errichtung der Radler-Rast hervorhob: „Egal, ob es etwas zu feiern oder zu arbeiten gibt – bei uns im Dorf halten wir zusammen“, freute sich Asenbaum.

Als optischen Aufputz für die neue Radler-Rast übergab Krottendorfer dem Ortsvorsteher übrigens eine Luftaufnahme des Ortes, die etwas älter als ein Jahr ist. Asenbaum stellte erfreut fest, dass sich der Ort seither sogar noch vergrößert hat. Insgesamt zählt man rund 70 Einwohner. Und, so Asenbaum: „Darunter sind viele junge Leute mit Kindern. Es ziehen auch immer wieder Zweitwohnsitzer zu. Das Dorf wächst.“

Ehe dann zu Klängen des Musikvereins Röschitz unter Stabführer Johannes Stift noch das ein oder andere Glaserl Wein verkostet wurde, segnete Pater Alfons Jestl den neuen Treffpunkt. Er merkte an, dass es das eine sei, einen solchen Platz für die Gemeinschaft zu errichten, das andere, ihn dann auch mit Leben zu erfüllen – aber das sollte für die Klein-Reinprechtsdorfer kein Probelm sein.