„Davon kann man leben?“. Über das Los der Unterhaltungsmusik.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 03. Juni 2020 (03:17)

Dass man ihnen nicht sonderlich viel Respekt entgegenbringt – wie vielleicht ihren Kollegen im Klassik-Bereich – sind die Horner Unterhaltungsmusiker Martin Zekar und Martin Ruthner gewohnt. Sie seien häufig mit Aussagen wie „Davon könnt ihr leben?“ oder Angeboten, „gnädigerweise“ auf Geburtstagspartys spielen zu dürfen, konfrontiert, erzählen sie. Während sie an Aussagen wie diese bereits gewöhnt sind, sei die ebenso abschätzige Behandlung ihrer Branche durch die offiziellen Stellen jetzt noch schwerer zu ertragen. Denn dabei geht es nicht nur um „blöde Rederei“, sondern um die finanzielle Existenz.

Mit dem „Mikrofon“ als Waffe wollen die beiden jetzt ihren Kampf um Anerkennung – und finanzielle Unterstützung – fortführen. Wer die beiden kennt, der weiß, dass sich Kurz & Co. auf einiges gefasst machen müssen. Denn die sind gefordert. In einer Kulturnation müssen alle Bereiche ihren Platz haben – und auch von ihrer Musik „leben können“.