Ein neues Kapitel. Bernd Dangl über den Abgang von Bernd Gschweidl vom SV Horn.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 17. Juni 2014 (11:45)
Der Start von Bernd Gschweidl in Horn verlief vielversprechend: Der damals noch 17-Jährige traf bereits im zweiten Saisonspiel erstmals und ließ wenige Wochen später aufhorchen, als er mit einem Triple-Pack Parndorf abschoss. Danach riss der Faden: Immer wieder muskuläre Probleme, geschuldet dem Umstieg vom Nachwuchs- in den Profifußball, dazu längere Pausen.

Als der mittlerweile 18-Jährige mit einem Traumtor zum Rückrundenstart in Mattersburg für Aufsehen sorgte, schien es, als ob der Youngster zurück wäre. Was folgte war sportlich gesehen zum Schweigen. Erst jetzt wurde es wieder laut um den Stürmer, als er den Trainingsauftakt in Horn sausen ließ. Er will unbedingt zu Europacup-Starter Grödig.

Natürlich ist die Bundesliga ein attraktiveres Pflaster als die Erste Liga. Natürlich wird Gschweidl dort mehr kassieren, als in Horn. Natürlich spukt Philipp Zulechner im Hinterkopf herum, dem via Horn und Grödig der Sprung in die Deutsche Bundesliga gelang. Der Unterschied: Zulechner war in Horn Stammspieler und etabliert, Gschweidl nicht.

Daher: Ist es schlau, nach einer durchschnittlichen Saison den nächsten Schritt zu setzen? Zu oft schon legten unüberlegte Wechsel Talente auf Eis. Wäre schade, wenn mit Gschweidl ein neues Kapitel hinzu käme …