Bemerkenswerte Wandlung. Über Horns erste Spiele in der Ära von Genadi Petrov.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 01. Juli 2020 (00:44)

Ja, es waren nur zwei Spiele, dennoch: Irgendetwas ist in der Horner Kabine passiert, dass sich die Spieler bei den Siegen gegen Lafnitz und Lustenau wieder von einer ganz anderen, sprich der besseren Seite zeigten. Oder war’s wirklich nur der Trainerwechsel? Im Gegensatz zu den vorherigen Spielen, wo so manch einer nur noch lustlos übers Feld trabte, liefen einige Kicker wieder zur Höchstform auf. Ein Paradebeispiel war etwa Michael Cheukoua, der gegen Lafnitz und Lustenau die Gegner schwindlig wirbelte und daran erinnerte, warum er im Sommer als gepriesene Top-Verstärkung andockte.

Ein Verdienst von Interimstrainer Genadi Petrov? Wenn man mit ihm spricht, dann wird schnell klar, dass dieser Mann den Fußball lebt. In einer euphorisierenden Art und Weise schwärmt er von seinen Kickern und dürfte nah dran sein, aus jedem einzelnen das Optimum rauszuholen. Dass Horn sportlich wieder die Kurve gekriegt haben dürfte, ist für die kommende Zeit sehr wichtig. Nicht nur, dass es vorm Anpfiff der neuen Saison wieder eine Euphorie braucht, empfängt Horn auch noch die beiden Titelanwärter Klagenfurt und Ried. So wie sich Horn zuletzt präsentiert hat, wird das für diese beiden Teams ein heißes Pflaster.

Ja, es waren erst zwei Spiele, aber dennoch: Horn hätte bei der Trainersuche, die zeitnah finalisiert werden soll, nichts überstürzen müssen. Es hätte nur etwas Zeit gekostet, sich noch zwei, drei Wochen anzusehen, wie Petrov die Mannschaft weiter erreicht und was er mit ihr erreicht. Oft ist die gute Lösung so nah – sie muss halt auch angenommen werden.