Das Ende des Erfolgsgaranten. Über den Machtwechsel beim SV Horn.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 06. Januar 2021 (02:17)

Für den SV Horn ist der Rückzug von Reinhard Vyhnalek als Sportdirektor ein herber Schlag. Vyhnalek prägte den Horner Fußball im letzten Jahrzehnt massiv. Er fädelte jede Menge Top-Transfers ein, war nicht nur der Mastermind beim erstmaligen Aufstieg in die 2. Liga 2012, sondern war auch danach derjenige, der den Erfolg brachte.

War Vyhnalek zwischendurch in seinem Handeln eingeschränkt (Ära Schuldes) oder ganz weg (Ära Honda), blieb auch Horns Erfolg aus. Im Sommer 2019 entfachte Vyhnalek alleine mit seiner Rückkehr eine gewisse Euphorie. Warum trotz qualitativ guter Mannschaft der Erfolg ausblieb, blieb genauso ein Rätsel, wie die Situation, die nun zum Jahreswechsel zu dieser Horner Implosion führte.

Die hätte vermieden werden können, wenn eine starke Führungspersönlichkeit die Aufgabengebiete der Protagonisten Vyhnalek und Zinkel nicht nur definiert, sondern deren Einhaltung auch eingefordert hätte. So aber gibt‘s jetzt die Außenwirkung, dass beim SV Horn eine starke Hand fehlt und jeder nach Belieben werken kann.

Dabei wird‘s gerade in den kommenden Wochen, wo der ausgewiesene Fachmann Vyhnalek jetzt fehlt, eine starke Führung brauchen, um Horn auf Kurs zu halten. Nach dem Rückzug von Sponsor „UFA Media“ nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sportlich. Hier steht eine echte Mammutaufgabe ins Haus.